Wie beginnt man mit dem Bloggen? Heute gibt es von mir einmal einen ganz anderer Beitrag. Es geht nicht um Familie, sondern um das, was ich tue. Ich blogge. Ab sofort werde ich auch darüber schreiben, denn in letzter Zeit habe ich mich vermehrt mit dem Thema Bloggen selbst beschäftigt. Und was mich beschäftigt, muß raus aus mir. Also raus auf mein Blog, rein in eure Köpfe!

Wie du mit dem Bloggen beginnst …

Vor zweieinhalb Jahren habe ich eben so ein wenig vor mich hin gebloggt. Ich habe mir nicht die Frage gestellt, wie man mit dem Bloggen beginnt, ich habe es eben irgendwie versucht. Die Idee vom Bloggen hatte ich schon länger, aber es waren die üblichen Anfangsschwierigkeiten, die mich aufhielten. Mir passte das Design nicht, auch nicht das Logo und was soll überhaupt meine erster Beitrag sein? Es war ein langer Prozess, bis ich verstanden habe, dass das alles am Anfang nicht so wichtig ist. Das und viele andere Dinge. Deshalb habe ich für euch meine persönlichen Blogger-Start-Tipps zusammengestellt. Vielleicht juckt es euch auch schon länger in den Fingern und es fehlt nur noch der letzte Schritt …

Wie manmit dem Bloggen beginnt

Ich habe absichtlich  noch keine Beiträge anderer Blogger dazu gelesen (Parallelen sind aufgrund persönlicher Erfahrungen nicht auszuschließen), sonst ist man zu versucht zu schreiben, was auch andere schreiben. Die folgenden Tipps, sind die, die mir selbst geholfen hätten. Tipps, die mir damals keiner gegeben hat, über die ich aber sehr froh gewesen wäre.

Tipp#1 – Der Name

Der erste Schritt vor dem Schreiben ist der schwierigste, finde ich. Dein Blog braucht einen Namen. Bedenke, der Name sollte dir gefallen (auch in drei Jahren noch), eingängig sein und am besten auch auf dein Thema hinweisen. Einen Blognamen im nachhinein zu ändern ist fast unmöglich.

Ich schreibe „fast“, weil es doch schon ein paar BloggerInnen gelungen ist. 2KindChaos ist ein gutes Beispiel für einen gelungenen Umstieg auf einen neuen Namen und ein neues Konzept. Das ganze war allerdings eine „Notfallsaktion“ und ganz und gar nicht freiwillig. Eine Flucht nach vorne quasi (und ich war damals beeindruckt!).

Tipp #2 Wo blogge ich

Zugegeben, es gibt viele Anbieter (WordPress, Blogspot, Blogger, …). Meine Empfehlung für ein Content Managemen System wird definitiv immer WordPress sein. Lasst Blogger & Co links liegen, bei WordPress überwiegen einfach die Vorteile. Am besten hostet ihr euer Blog über wordpress.org selbst, das bietet euch die meiste Freiheit in der Gestaltung. Hier findet ihr eine kurze Anleitung zum selbst hosten von WordPress Blogs.

Für den Start ist es natürlich auch ganz praktisch, euer Blog auf wordpress.com hosten zu lassen. Bedenkt aber, dass euch das in eurer Gestaltungsfreiheit einschränken wird (Themes, Plugins, …). Ein Umzug ist im Nachhinein immer möglich, aber natürlich  mit Aufwand verbunden.

Tipp #3 – Fang an! Jetzt.

Egal, wie das Design aussieht, auch das Logo ist für die ersten Beiträge nicht enorm wichtig. Fang einfach an. Alles andere kann man auch noch nach zwei oder drei Wochen einrichten. Am Anfang sollten erstmal ein paar gute Beiträge online sein, damit deine ersten Besucher auch etwas zu lesen haben. Zu Beginn reichen sicher auch ein oder zwei Themen-Kategorien. Sag, was du sagen willst. Mir graust stilistisch und optisch manchmal vor meinen ersten Artikeln, aber es war eben mein Anfang

Tipp #4 – Die Optik

Wenn dann erst mal ein paar Beiträge online sind, solltest du das Design ansprechender gestalten. Die größte Hürde – der Start – ist überwunden aber eines ist klar: Leser bleiben lieber länger da und kommen wieder, wenn die Optik deines Blogs ansprechend ist.

Überlege dir:

  • Wie soll dein Logo aussehen? Besser ein einfaches Logo als komplexes! Eines, das sowohl in Farbe als auch s/w gut aussehen kann und in groß sowie klein. Hier habe ich ein paar Tipps zum Logo-Design gefunden. Mein aktuelles Logo habe ich übrigens nicht selbst entworfen, sondern der wunderbare Sascha Stavric.
  • Welches Theme gefällt mir? Hier gilt das gleiche wie für das Logo. Weniger ist mehr. Einfache Bedienung und übersichtliche Menüs sind wichtig, dann klicken sich eure Leser auch eher durch. WordPress stellt selbst Unmengen an kostenlosen Themes zur Verfügung, die für den Start völlig ausreichen.
  • Welche Farben gefallen mir? Hell und frisch ist für ein Blog immer eine gute Idee. Vor allem bei Familienthemen sind Pastell und Frühjahrstöne ansprechend. Wenn du die Theme-Farben anpassen willst oder nach Farben für dein Logo suchst, habe ich hier ein Video zu einem sehr feinem Tool zur Farbfindung gefunden:

Tipp #5 – Regelmäßigkeit

Besonders wichtig beim Bloggen ist die Regelmäßigkeit. Egal ob du nur ein mal pro Woche oder sogar nur zwei Mal im Monat bloggst. Tu es regelmäßig! Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Wenn du regelmäßig schreibst, kommst du in den „Flow“ und genauso geht es deinen Lesern. Also besser seltener, dafür regelmäßig bloggen, wenn es sich zeitlich nicht so gut ausgeht. Irgendwann kommen Leser dann von selbst wieder, weil sie auf Content warten. Auf der anderen Seite verlierst du sie, wenn du sie nicht „fütterst“. Auch online gilt: Niemand kauft ein Magazin ein zweites Mal, wenn es ihm nicht gefällt … 😉

Tipp #6 – Erzähl es allen!

Einer meiner größten Fehler. Zu Beginn habe ich kaum jemandem gesagt, dass ich blogge. Ich weiß nicht, warum. Vielleicht war es mir unangenehm. Auf jeden Fall wusste fast niemand davon. Ich habe meine Beträge natürlich auch so gut wie nie in meiner persönlichen Facebook-Timeline geteilt: FEHLER!

Deshalb:

  • Erzählt es deinen Freunden.
  • Teile deine Beiträge auf deiner Facebook-Timeline
  • Suche dir Facebook-Gruppen mit gleichgesinnten Bloggern + vernetze dich
  • Suche Facebook-Gruppen, in denen du deine Beiträge teilen kannst
  • Nutze deine Facebook-Kanäle, um dein Blog bekannter zu machen!

Tipp #7 – Netzwerke was das Zeug hält

  • Ich  bin mir sicher, du liest bereits andere Blogs. Sei nicht nur stiller Leser, kommentiere auch! Bei jedem Kommentar kannst du auch deine Blogadresse hinterlassen, was wiederum andere auf dein Blog aufmerksam macht. Aber immer höflich bleiben, gell! 😉
  • Mach bei Blogparaden anderer BloggerInnen mit! Natürlich nur bei Themen, die dich interessieren und nicht bei jedem deiner Beiträge.
  • Sei in (Facebook)Gruppen, in denen andere (Familien)BloggerInnen auch sind. Redet miteinander, tauscht euch aus und gebt euch Feedback. Das bringt euch allen etwas und wer sich kennt (wenn auch nur digital), der teil auch eher gute Beiträge mit anderer BloggerInnen mit seinen Lesern.

Tipp #8 – Soziale Netzwerke

Ich empfehle mittlerweile fast ungern, sich eine eigene Facebook-Seite für das Blog anzulegen. Allerdings kann ich selbst nicht verleugnen, dass ich davon den meisten Traffic auf mein Blog bekomme. Wenn du es schaffst, ohne eigene Facebook-Seite dein Blog bekannter zu machen, dann kannst du ziemlich stolz auf dich sein. Das ist sehr selten der Fall. Denn: wenn du eine Facebook-Seite hast, werden Diskussionen zu Themen eher auf Facebook als am Blog statt finden. Das ist eigentlich nicht der Effekt, den man sich als Blogger wünscht. Mir hat es aber letztlich LeserInnen auf mein Blog gebracht, die sich auch dort an der Diskussion beteiligen. Und da mir Facebook Spaß macht, ist es für mich eine feine Sache, diesen Kanal zu nutzen.

ABER: Erstelle dir nur eine Facebook-Seite für dein Blog, wenn du auch Zeit hast sie regelmäßig zu „befüllen“. Ein Posting pro Woche hilft dir kaum, denn das verschwindet in der Timeline der Fans im Nirvana. Die meisten Blogs mit einer erfolgreichen Facebook-Seite, versuchen ihren Fans einen ausgewogenen Content-Mix aus eigenen, fremden Beiträgen und Interaktionen zu bieten und mehrmals pro Woche zu posten. Aber dazu ein andermal mehr, denn ich liebe das Thema Content Mix, auch wenn ich es nicht immer umsetzten kann, wie ich will …

Tipp #9 Durchhalten

Es sollten ja erstmal zehn Tipps werden und dieser Punkt war mir doch sehr wichtig. Ich weiß, manchmal ist es auch gut Wienerisch „zaaaaach“.  Nicht immer freut einen das Bloggen. Und manchmal muß man einfach durch eine lustlose oder ideenlose Phase durch. Erstens kann man für solche Zeiten Beiträge vorschreiben (ok, schaff ich nie) und zweitens darf man auch mal offiziell eine Blogpause machen. Dann kündigt das auch gerne offiziell am Blog an. Ja, eure Zahlen werden runter gehen, aber wenn ihr eine Pause braucht, dann nehmt sie euch! Besser, als belanglose und billige Artikel zu posten, das nehmen euch eure Leser viel mehr übel. Am Ende ist es aber immer wichtig, auch wieder einzusteigen und solche Phasen durchzuhalten. Wenn euch etwas am Bloggen liegt, dann würdet ihr es bereuen, einfach damit aufzuhören.

Für mich ist mein Blog mein Baby. Und das würde ich auch nicht einfach in eine Ecke legen und nicht mehr anschauen.

Tipp #10 Qualität statt Quantität

Du hast dir bestimmt zu Beginn überlegt, worum es auf deinem Blog gehen soll. Eines kann man unabhängig vom Thema aber generell sagen: Qualität geht vor Quantität. Und zwar noch bevor man sich mit Suchmaschinenoptimierung oder sonstigem technischen Zeug auseinandersetzt. Wer inhaltlich hochwerige und ansprechende Beiträge schreibt, wird Leser dazu motivieren wieder zu kommen. „Content is King“ sagt eine Freundin gerne. Und ja, so ist es!

Wie geht es weiter mit dem Bloggen?

Bloggen ist für mich eine wunderbare und spannende Sache. Ich habe in den letzten sechs Monaten mehr gelernt als in vielen Jahren Bürojob. Es wird hier deshalb in Zukunft noch weitere Beiträge zum Thema Bloggen geben, denn das ist ein Thema, das mich derzeit viel beschäftigt. Ich möchte meine Erfahrungen gerne mit euch teilen und freue mich auf euer Feedback. Stück für Stück wir die Kategorie „Bloggen“ wachsen und ich erzähle euch, wie und was gut klappt und was nicht. Aus Erfarhung, nicht aus dem Lehrbuch… 😉

NACHTRAG: Übrigens hat mich die liebe Jeannine vom Blog Mini an me inspiriert, endlich mal mit diesem Thema rauszurücken, das mich schon so lange beschäftigt. Ich dachte eigentlich immer, das passt so gar nicht zu einem Mamablog… Aber was raus muß muß raus. Ich habe ihren Beitrag zum Thema Bloggen für Newbies gleich nach der Veröffentlichung meines eigenen Beitrages gelesen (ihr wisst schon, damit ich nicht davor „zu sehr“ inspriert werde) und möchte ihn euch auch gleich mal ans Herz legen. Unsere Tipps sind nämlich ganz und gar nicht zu 100 Prozent die gleichen 😉

Habt ihr schon einmal überlegt zu Bloggen oder habt vielleicht schon damit begonnen? Welche Tipps wären für euch noch hilfreich? Ich freue mich auf euer Feedback!

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