Mitten im idyllischen Klostertal in Niederösterreich steht eine recht unscheinbare „Fabrik“ im Wald am Fuß des Schneeberges. Nicht sehr groß, eher flach und mit „nur“ vier LKWs vor der Tür. Niemand würde vermuten, dass hier eines der seit 40 Jahren beliebtesten Kindergetränke Österreichs produziert und weltweit exportiert wird: Dreh und Trink.

Made in Austria

Hättet ihr es gewusst? Ich nicht. Die direkte Zielgruppe von Dreh und Trink war ich selbst ja auch eher vor rund #hüstel 30 Jahren im Alter von drei bis acht Jahren und damals hat mich das noch nicht so wirklich interessiert. Hauptsache lecker.

Dreh & Trink

Über die Einladung in die Produktion von Dreh und Trink habe ich mich besonders gefreut, weil Dreh und Trink quasi schon ein Produkt meiner Kindheit war. Ein ehrliches DANKE dafür – ich war vorab schon sehr gespannt, was auf mich zukommt! Die kleine Entdeckerin in mir findet solche Anlagen total spannend und wie ihr auf den Bildern sehen könnt, hat es Herrn L auch sehr viel Spaß gemacht, der Tochter ein bisschen etwas in Sachen Produktionsanlagen zu erklären. Wie in der Sendung mit der Maus, nur eben live.

Dreh & Trink

Dreh und Trink – vom Schneeberg in die Flasche

Als wir in der Früh die schmale Straße zum Dreh und Trink Werk entlang fahren, wundern wir uns: wie zum Teufel werden die rund 50 Millionen Flaschen Dreh und Trink hier jährlich entlang transportiert. Der Umwelt merkt man es kaum an, dass es an diesem Ort eine riesige (denke ich mir halt vorab aufgrund der Zahlen) Produktionsstätte geben soll. Die Straße ist sehr schmal und gewunden und tatsächlich schmiegt sich das Haus in dem die kleinen bunten Flaschen hergestellt und befüllt werden ganz unauffällig an den Fuß des Schneeberges.

Dreh & Trink

Hättet ihr übrigens gedacht, dass 80 Prozent der 50 Millionen (!) Flaschen Dreh und Trink exportiert werden? Nach England, Asien, Australien oder die Arabischen Emirate? Allerdings nicht im exakt gleichen Design mit den sieben verschiedenen Charakteren und verschiedensten Gesichtern, wie es die kleinen bunten Flaschen beim Relaunch in Österreich Anfang 2016 verpasst bekommen haben und teils auch nicht unter dem gleichen Namen. Geschmäcker sind schließlich national verschieden.

Dreh & Trink

Gleich ist aber auch im Export die Form der Flaschen und die sehr speziellen Flaschenverschlüsse. Na, kennt ihr irgendwelche anderen Verschlüsse wie die von Dreh und Trink? Wir hatten letzte Woche den AHA-Moment, ich wäre auch nicht von alleine darauf gekommen: das grundlegende System des für Kinder einfach zu öffnenden Twist-Verschlusses kommt aus der Pharma-Industrie. Ich hatte zum Beispiel schon Ohren- und Nasentropfen in kleinen Kunststoffampullen mit dem gleichen System zu Hause. Genial. Schließlich ist es unter anderem der Verschluss, der seit Jahrzehnten zum Trinkspaß von Dreh und Trink beiträgt und es zum Verkaufsschlager gemacht hat.

Behind the Scenes: Wie entsteht Dreh und Trink?

Die Grundlage für Dreh und Trink ist das lokale Gebirgsquellwasser aus mittlerweile drei lokalen Quellen des Schneeberges rund um die Produktion. Zu 85 Prozent besteht Dreh und Trink aus österreichischem Gebirgsquellwasser, der Rest ist Fruchtsaftkonzentrat, Rübenzucker und Zitronensäure. Zusammengemischt und in der Qualität kontrolliert (biochemisch wie geschmacklich) wird das Getränk ebenfalls vor Ort, das hält Transportwege und den ökologischen Fußabdruck in Grenzen. Übrigens gibt es keine künstlichen Farbstoffe – das ist aufgrund der bunten Verpackung auch gar nicht notwendig.

Dreh & Trink

Die Produktion und Qualitätsprüfung befindet sich in einem einzigen Gebäude – die Erzeugung ist effizient und platzsparend. „In einem Aufwasch“ wird die Flasche geformt, gleichzeitig befüllt, weiterbefördert, etikettiert, überprüft, kartoniert, noch einmal überprüft und auf LKWs verladen. Parallel laufen heute in mehreren Produktionsmaschinen die grünen Flaschen für den britischen Markt und die blauen für Österreich über das Band. Insgesamt fünf LKWs können täglich beladen und in alle Himmelsrichtungen geschickt werden.

Dreh & Trink

Hier entsteht dir richtige Mischung.

Dreh & Trink

Die Flaschen werden in einem Schritt geformt und befüllt.

.Zwischen den Maschinen kontrollieren immer wieder Mitarbeiter die Abläufe, greifen ein, wenn etwas hängen bleibt oder überprüfen die Produkte manuell. Laut Produktionsmanager Martin Rathner erhält manuelle Überprüfung ein wenig die Flexibilität und irgendwie ist es von außen betrachtet beruhigend, dass nicht alles vollständig automatisiert ist.

Dreh & Trink

In Sachen Nachhaltigkeit

Produktionsabfälle gibt es eigentlich kaum. Die Teile der Flasche, die beim Verschließen als „Abfall“ anfallen, werden noch im Werk wieder zu Granulat verarbeitet und erneut für die Produktion der Flaschen verwendet. Das ist natürlich auch eine Kostenfrage, merkt Herr L. an, aber eine feine Sache, bedenkt man, wie viel Verpackungsmaterial sonst in den Müll wandert.

Dreh & Trink

PE Fäden …

Dreh & Trink

…werden zu Granulat …

Dreh & Trink

… und wieder zu Flaschen.

Dass die Flaschen aus PE (und zum Beispiel nicht etwa aus Glas) hergestellt sind hat mehrere Gründe. Das passende Verpackungsmaterial ist wie bei vielen Produkten eine Frage der Hygiene, der Transportkosten und des ökologischen Fußabdruckes. Eine schwerere Verpackung bedeutet andere Transportwege sowie auch höheren Benzinverbrauch und damit Schadstoffausstoß. In diesem Fall hat es zusätzlich einen praktischen Faktor: Dreh und Trink ist ein Kindergetränk. Kinder zwischen drei und acht Jahren trinken es am liebsten und für dieses Alter wäre Glas aufgrund der Zerbrechlichkeit und des Gewichts denkbar ungeeignet. Zusätzlich trinkt ja kaum jemand ein Dreh und Trink einfach so täglich zu Hause aus dem Kühlschrank. Die bunten Limonaden gelten als „etwas Besonderes“ und werden von Eltern gerne als spezielles „Goodie“ gekauft aber auch für Ausflüge oder Kinderpartys (ich sage nur: die Einhorn-Edition für die Einhorn-Party!).

Geschmack & Zucker

Ich gebe zu, ich hatte Dreh und Trink viel süßer in Erinnerung, als es tatsächlich ist. Aber natürlich wurden hier über die Jahrzehnte auch Anpassungen an den Geschmack und die Bedürfnisse von Eltern und Kindern vorgenommen. Die Einhorn-Edition ist nach meinem Empfinden noch am süßesten (Himbeergeschmack) – ist aber natürlich trotzdem perfekt als Überraschung für die nächste Einhorn-Party geeignet und alleine wegen des Designs ein Renner bei uns. Kirsche (rot) und Waldbeere (blau) schmecken mir und dem kleinen Fräulein am besten.

Dreh & Trink

Was den Zuckergehalt angeht: wer gelegentlich Fruchtsaft (zum Beispiel Apfelsaft) für die Kinder kauft, kann auch beruhigt mal ein Dreh und Trink als Überraschung kaufen. Der Zuckergehalt übersteigt weder den von herkömmlichen Fruchtsäften noch den anderer gängiger Kinder-Fruchtsaft-Getränke aus dem Supermarktregal. Das bedeutet natürlich nicht, dass die Basis des Flüssigkeitsbedarfes mit Fruchtsaft oder Dreh und Trink gedeckt werden soll – aber ich denke, das versteht sich von selbst. Die Basis sollte für mich immer Wasser bilden, wie sonst häufig empfohlen ungezuckerte (selbstgemachte) Tees oder – dieses Jahr besonders angesagt – Infused Water.

Ich selbst kaufe zuckerhaltige Kindergetränke meistens als Überraschung für kleinere Ausflüge und habe zusätzlich immer die Wasserflasche dabei. Die kleine Menge  Flüssigkeit reicht wenigstens meinen Kindern sowieso niemals aus, wenn sie Durst haben, ich verstehe aber aus eigener Erfahrung natürlich, dass man manchmal auch einfach einen Gusto auf etwas anderes hat. Wie immer meine ich: die Dosis macht das Gift (mehr dazu in meinem Interview mit Ernährungscoach Michaela). Und es sollte einfach klar sein, dass man mit purem Apfelsaft nicht seinen Durst stillt …

Beitrag im Rahmen einer bezahlten Kooperation (Werbung)

Kennt ihr Dreh & Trink? Die Einhorn Edition der Kultmarke ist im Moment in aller Munde. Aber wusstet ihr, dass Dreh & Trink in Österreich produziert wird? am Blog: Behind the Scenes bei der Kultmarke aus den 80ern.

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