Die Temperaturen sinken, es wird feuchter und frostiger draußen, die Nase beginnt zu rinnen. Das erste, was die Kinder aus dem „Seuchenpool“ Kindergarten mit nach Hause bringen sind Husten und Schnupfen. Kennt ihr? Zeit, euer Immunsystem zu stärken. Aber was wirkt tatsächlich?

Ich habe schon vieles ausprobiert. Und um ehrlich zu sein, ganz kann man die Viren meistens nicht abwehren. Aber ich schaffe es in den letzten Jahren besser, die Symptome abzuschwächen und überhaupt weniger krank zu werden, indem ich mein Immunsystem booste und ein wenig mehr auf mich schaue.

Tipps für dein Immunsystem

Seit ich in meiner zweiten Schwangerschaft eine derart fiese Bronchitis hatte, dass ich drei Monate lang mit Schmerzen einer daraus resultierenden Rippenfellentzündung flach gelegen bin, schaue ich mehr auf mich und beginne meist schon vor Einbruch der kälteren Jahrezeit, etwas für mein Immunsystem zu tun. Krank sein mit Kindern ist nämlich noch fieser als ohne. Da gibt es kein entspanntes auf der Couch sitzen mit heißem Tee und auskurieren, denn (zumindest meine Damen) haben wenig bis kein Verständnis dafür, wenn Mama Ruhe braucht.

Mein Boost fürs Immunsystem ist eine Kombination aus Mikronährstoffen und Hausmittel. Heute verrate ich euch meine sechs besten Tipps – mögen sie auch euch vor Virenschleudern und heimtückischen Bakterien schützen!

6 Tipps für euer Immunsystem

Oma schwört auf Ingwer im Tee – ich auch!

Mögt ihr Ingwer? Ich liebe den Geschmack! Seit es kühler geworden ist, gibt es hier jeden Tag Ingwertee mit Zitrone. Oder umgekehrt: Zitronentee mit Ingwer. Oma schwört drauf. Sie trinkt seit Jahren im Winter ihren Frühstückstee mit Ingwer und ich mache es ihr nach. Wenn ich merke, es ist eine Verkühlung im Anflug, erhöhe ich die Dosis noch ein wenig. Ingwer ist stimulierend für das Immunsystem und wirkt durch eine Stimulierung der Durchblutung. So haben die Krankheitserreger es schwerer, sich in den Schleimhäuten festzusetzen.

Ingwer gehört übrigens auch zu den Hausmitteln, die ich im Winter fast immer zu  Hause habe.

Mikronährstoffe zum Immunsystemaufbau mit Orthomol immun

Mikronährstoffe sind erstmal eine sehr allgemeine Bezeichnung. Dazu gehören – und das sagt vermutlich schon mehr aus – Mineralstoffe (wie Magnesium, Calcium), Vitamine (z.B. Vitamin D3, C oder B12), Spurenelemente (Selen, Zink) und sekundäre Pflanzenstoffe, welche allesamt verschiedenste Körperfunktionen unterstützen. Ganz allgemein sollte all das über Nahrung aufgenommen werden. Tja, egal wie gesund wir versuchen uns zu ernähren, im Winter gelingt es uns meistens schlechter als im Sommer. Ich essen jetzt (im Oktober) schon deutlich weniger abwechslungsreich und gesund als noch vor einem Monat, weil die Saison vieler Gemüsesorten schlichtweg vorbei ist und ich versuche saisonal einzukaufen. Vitalstoffe kann der Körper aber nicht selbst bilden, deshalb müssten diese von außen (im Idealfall natürlich über Nahrung) zugeführt werden.

Tipps zur Stärkung des Immunsystems

In vielen Situationen (wie bei mir gerade in der Stillzeit) der Körper mehr Vitamine und Mineralstoffe als sonst, um den natürlichen Schutz weiter gewährleisten zu können. Und das zu einer Jahreszeit, in der ich im auf natürliche Art und Weise teils nicht mal das Minimum an Vitaminen und Mineralstoffen liefern kann. Deshalb helfe ich mit Orthomol immun nach. Ich nehme das Granulat aus der Monatspackung (es gibt auch Fläschchen und/oder Tabletten) und habe mir angewöhnt, es am Morgen in einem Glas Orangensaft oder in meinem Ingwer-Zitronen-Wasser aufzulösen. Das übertüncht ein wenig den gewöhnungsbedürftigen Eigengeschmack.

Wechselduschen

Warm – kalt –warm – kalt. Hört sich zu arg an? Zahlt sich aber aus! Wechselduschen kurbeln nicht nur den Kreislauf an sondern stärken auch unser Immunsystem. Beginnen sollte man immer mit einer warmen Dusche, aufhören mit einer kalten und beginnen sollte man die Wechseldusche an den Beinen, um von dort nach oben zu wandern.

Wer gerne sauniert, erreicht damit genau das gleiche … 😉

Ausreichend Bewegung!

Also eigentlich: Sport! Dass Sport den Kreislauf ankurbelt und damit unser Immunsystem stärkt ist uns ja nicht neu. Welchen Sport ihr macht, ist eigentlich egal, um das Immunsystem zu stimulieren – regelmäßig sollte es aber sein. Durch Sport steigert ihr die Anzahl Antikörper und die Qualität der vorhandenen Immunzellen verbessert sich. Durch die verbesserte Durchblutung beim Sport können die Immunzellen besser arbeiten.

Was ich für wichtig halte: er soll euch Spaß machen und euch nicht überanstrengen, denn sonst belastet es das Immunsystem anstatt es zu stärken!. Ich liebe zum Beispiel Yoga und Zumba und mache seit kurzem wieder MamaFit. Gerade wenn man sich schwer tut mit der Regelmäßigkeit, finde ich Gruppenfitnessstunden ideal. Mittlerweile gibt es viele Mama-Fitness-Angebote, bei denen man mit jedem Fitness-Level einsteigen kann und – was ich für auch im Winter super finde – meistens an der frischen Luft trainiert.

Ein weiterer Vorteil von Sport: Streßabbau. Stress schwächt das Immunsystem, also lassen wir im besser keine Chance. Und als netter Nebeneffekt könnte es sein, dass ihr Gewicht verliert, wenn ihr dran bleibt.

Tipps für dein Immunsystem

Nasenspülungen

Das hört sich jetzt vielleicht etwas ungewöhnlich an, aber ich schwöre darauf: Nasenspülungen oder Nasenduschen mit Salzwasser(Spray). Nasenspülungen befeuchten die Schleimhäute und reinigen sie. Normalerweise sind Schleimhäute eher weniger feucht und verschmutzen dadurch leichter. Deshalb haben alle möglichen Krankheitserreger quasi freien Zutritt. Das regelmäßige Reinigen säubert nicht nur, sondern schafft durch die Befeuchtung auch eine Barriere gegen das Festsetzen der Krankheitserreger.

Aber Achtung: Nasenspülungen sollten nie mit reinem Wasser durchgeführt werden, sondern immer mit isotonischen Lösung oder Kochsalzlösung (Alternative: Emser oder Meersalz) um eine Reizung der Nasenschleimhaut auszuschließen. Für die Spülung selbst könnt ihr entweder eine Nasendusche verwenden oder ganz banal die Lösung die Nase hochziehen (ersteres ist einfacher). Wem das zu aufwändig ist, der kann auch ein isotonisches Nasenspray verwenden – das hilft genauso.

Was übrigens auch hilft: ein täglicher Salzwasser-Dampf.

Viel Trinken

Viel Trinken ist sowieso immer wichtig, aber im Winter zur Stärkung des Immunsystems ganz speziell. Wenigstens 2,5 Liter solltet ihr trinken. So werden eure Schleimhäute ausreichend befeuchtet und ein ausreichend großer Feuchtigkeitsgehalt des Körpers sorgt dafür, dass alle Funktionen des Stoffwechsels gut ablaufen können. Achtung: Durst haben wir normalerweise erst, wenn bereits ein starker Flüssigkeitsmangel vorliegt – also besser einfach verteilt über den Tag regelmäßig trinken als zu warten, bis man durstig ist.

Mir hilft zum Ankurbeln in der Früh ein Glas Zitronenwasser zu trinken. Das baut erstmal einen Flüssigkeitspolster auf und die Zitrone versorgt den Körper mit Vitaminen und sorgt für eine basische Wirkung.

All das ist natürlich keine Garantie, dass man keine Viren abbekommt, sondern baut erstmal einen besseren Schutzschild auf. Erwischen kann es euch natürlich trotzdem. Ich habe es so aber im letzten Winter sogar bis Jänner ohne fiesere Verkühlung geschafft. Und das, obwohl ich schwanger war.

Jetzt bin ich neugierig: was tut ihr sonst  noch für euer Immunsystem?

Was tut ihr, um euer Immunsystem im Winter zu stärken? Ich verrate euch Hausmittel und Geheimtipps, die mir in den letzten Jahren als Mama durch die kalte Jahreszeit geholfen haben und das Immunsystem gestärkt haben

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