Fast ein klassisches Märchen ist die heutige Prinzengeschichte von Christina vom Blog Einer schreit immer. Ihr könnt ihre charmante Einschlaf-Geschichte sogar ganz leicht personalisieren: einfach den Namen von Prinz Micky gegen den eures Lausbuben austauschen … 😉

Christina_bubEs war einmal vor langer, langer Zeit ein kleiner Prinz namens Micky*. Er war ein braver Bub mit blonden Haaren und den schönsten blauen Augen auf der ganzen, ganzen Welt…

Jeder der ihm in die Augen schaute, war sofort verliebt. Micky war ein kleiner Lausbub, besonders schlau und er liebte Holzeisenbahnen und Grießbrei mit Kakao. Sein Pferd, die treue Rosalinde, konnte sprechen. Und oft ritt er an sonnigen Nachmittagen mit dem Pferd quer durch das ganze Königreich. Dann aßen die beiden Äpfel und ließen sich von den Sonnenstrahlen am Bauch kitzeln. Sie führten tiefsinnige Gespräche und machten aber auch gemeinsam viel Blödsinn…

Micky wurde größer und größer und eines Tages sagte seine Mutter, die wunderschöne, liebevolle, scharfsinnige und besonders kluge Königin zu ihm: „Lieber Micky – du bist jetzt erwachsen. Langsam solltest du dir eine Frau suchen und mit ihr das Königreich führen. Ich bin zu alt dafür und möchte für den Rest meines Lebens auf Kreuzfahrt gehen – jetzt musst du bald regieren!“

Der junge Prinz sah das ein, er sattelte die treue Rosalinde und sagte: „Bring mich in den Ort hinter den sieben Bergen, vorbei an den sieben Zwergen zum Dorf mit den hübschen und schlauen Mädchen!“ Rosalinde antwortete: „Na klar – dort reiten wir jetzt hin.“ Und sie galoppierten querfeldein. Nach sieben Tagen waren sie dann endlich dort. Und es sprach sich schnell herum, dass der Prinz zur Brautschau ins Dorf gekommen war.

Prinz Micky schaute sich schüchtern um. Die jungen Frauen schauten ihm nur kurz in die wasserblauen Augen und waren sofort verliebt. Doch Prinz Micky sagte verzagt: „Wie soll ich nur eine Auswahl treffen? Ein Mädchen toller und klüger als das andere – ich kann mich nicht entscheiden!“

Natürlich hatte die treue Rosalinde sofort eine Lösung parat und wieherte: „Lieber Prinz – die Liebe geht doch durch den Magen! Und weil du doch so gerne Grießbrei isst, so mach doch einen Koch-Wettbewerb!“

Prinz Micky lud zum Kochduell und er hatte auch wirklich großen Hunger. So kostete er Löffel um Löffel. Doch der erste Grießbrei war viel zu süß. Der zweite schmeckte langweilig. Der dritte war so dick wie ein Pudding und der vierte Grießbrei glich einer Milch. Prinz Micky sagte: „Die Frau, die ich heirate, die muss Grießbrei wie meine Mutter, die Königin, machen!“

Schließlich kostete er den letzten Brei – und der war einfach perfekt, garniert mit zerlaufener Butter und geriebener Schokolade. Ja, so kannte er das von zu Hause. Und er war sofort hin und weg: „Dieses Mädchen werde ich heiraten!“ Er sattelte Rosalinde und sie ritten zurück ins Schloss.

Dort feierten sie ein tolles Hochzeitsfest und alle Untertanen wurden eingeladen – es gab natürlich Grießbrei für alle!
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute….

*Name – je nach Kind – beliebig ändern….

Download-Version:

Das Grießbrei-Buben-Märchen_Christina Tropper

Keine Kommentare