In der heutigen Geschichte von Anja vom Blog Gänseblümchen und Sonnenschein geht es weihnachtlich zu. Und tierisch. Einem Schaf wird nämlich sein größter Wunsch erfüllt. Welcher das wohl ist? Lest selbst …

Hallo liebe Kinder!

Heute erzähle ich euch die Geschichte vom kleinen Schäfchen Apfelkuchen, das so gern ein Rentier wäre.

Gänseblümchen und Sonnenschein Geschichten AdventkalenderEs war einmal ein kleines Schaf, das hieß Apfelkuchen. Das kleine Schaf Apfelkuchen lebte mit seiner Familie auf einer schönen Farm in Neuengland. Eigentlich ging es ihm dort sehr gut: es war bei seiner Familie, wurde rundum versorgt, bekam jeden Tag frisches Heu und hatte ein solides Holzdach über dem Kopf. Eigentlich konnte man sich nicht beschweren.

Wenn da nicht der große Traum gewesen wäre: Denn das kleine Schaf Apfelkuchen wollte unbedingt ein Rentier sein. Ein Rentier fragt ihr euch? Ja genau! Aber warum das denn?

Das war nämlich so:

Vor einiger Zeit hat das kleine Schaf beim Weiden am Teich den Zauberfisch kennengelernt. Der Zauberfisch, der natürlich zaubern konnte, fragte unser kleines Schäfchen Apfelkuchen, was es sich denn am meisten wünsche. Daraufhin erklärte das kleine Schaf, es würde so gerne den Weihnachtsmann kennenlernen. „Den Weihnachtsmann?“ fragte der zaubernde Zauberfisch, „Aber warum das denn?“ Ja, dann erzählte das kleine Schaf, die Geschichte vom Weihnachtsmann, wie er jedes Jahre alle Kinder auf der Welt glücklich macht! Die Geschichte erzählte ihm sein Ur-Großvaterschaf schon.

Der größte Wunsch von dem kleinen Schäfchen Apfelkuchen war daher schon immer einmal dem Weihnachtsmann helfen die Päckchen auszufahren… und da er noch nie einen Schlitten mit Schafen gesehen hatte, wäre er eben gerne ein Rentier.

Da musste der Zauberfisch schmunzeln. Und sagte zum Schaf, es müsse sich doch nicht verändern und jemand anderer sein, um seinen Wunsch zu erfüllen.

Und da ja bald Weihnachten ist, wolle der Zauberfisch unserem Apfelkuchen helfen seinen Traum zu verwirklichen….

Der Zauberfisch gab dem kleinen Schaf einen alten goldenen Schlüssel, und sagte: „Das ist ein magischer Schlüssel, er wird dir Glück bringen und dir den Weg zum Nordpol zeigen! Folge einfach den Blitzen.“ 

Der Nordpol da wohnt der Weihnachtsmann“, dachte das kleine Schaf, ja dort will ich hin.

Unser Apfelkuchen nahm den Schlüssel dankend an und machte sich auf die Reise in den Norden.  Auf seinem Weg kam es an einem Apfelbaum vorbei und beschloss ein paar Äpfel als Geschenk mitzunehmen, die könne der Weihnachtsmann bestimmt gut gebrauchen. Denn in der Geschichte die ihm sein Ur-Großvaterschaf erzählte gab es auch immer Bratäpfel für die Kinder.

Er nahm einen Sack und füllte ihn voll mit Äpfeln. Bedankte sich beim Baum und folgte den Blitzen, die aus dem magischen Schlüssel kamen. Nach einem langen Fußmarsch gelangte er endlich am Ziel an: Dem Nordpol. Hier herrschte reges Treiben. Kleine Elfen huschten umher, bepackten den großen wunderschönen Schlitten, den das kleine Schäfchen Apfelkuchen nur aus den Geschichten kannte. Alles war noch schöner, noch glitzernder, noch pompöser als es sich das Schäfchen je vorstellen konnte. 

Es zog seinen Sack mit den frischen Äpfel hinter sich her und klopfte an die große Holztüre vom Weihnachtsmannhaus.

Eine kleine Elfe öffnete dem aufgeregten Schäfchen die Pforte. „Hallo und willkommen! Ich bin Zoby! Was kann ich für dich tun?“ – „ Hallo, ich bin Apfelkuchen. Ich komme von weither und ich suche den Weihnachtsmann!“ „So, so, den Weihnachtsmann?“ entgegnete die kleine Elfe, „der ist eigentlich sehr beschäftigt! Aber komm rein. Nimm Platz. Möchtest du eine heiße Schokolade?“ Und schon war er verschwunden.

Das Schäfchen betrat die zauberhafte Weihnachtswelt und bekam vor lauter Staunen sein Mund nicht mehr zu. Ganz verdattert nahm es auf einem roten Plüschsessel Platz und nippte an seiner warmen Schokolade, die wie aus dem nichts plötzlich neben ihm stand.

Es konnte es gar nicht glauben, es hatte es geschafft! Es würde heute den Weihnachtsmann treffen. In ganz echt.

Einige Augenblicke später stand ein lieber alter Herr mit roter Mütze, dickem Bauch,  und grauem Bart vor unserem Schäfchen Apfelkuchen. „Ho ho ho! Du möchtest mich sprechen“, sagte der Weihnachtsmann und hielt dem Schäfchen seine Hand hin. Das Schaf hätte vor lauter Nervösität beinahe die Tasse  fallen lassen.

Es schüttelte mit dem Weihnachtsmann Pfoten. Es war so glücklich. Unser Schaf überreichte ihm den Sack mit den Äpfel, den es mitgebrachte hatte und erzählte ihm von seinem Traum.

So, so“, sagte dieser „du möchtest also ein Rentier sein?“ – „Ja, nichts lieber als das“ antwortete Apfelkuchen. „Aber das ist doch gar nicht nötig! Man muss sich nicht verbiegen, man kann alles schaffen, was man möchte, wenn man stets man selbst bleibt! Du bist so einen weiten Weg gekommen. Weißt du was, kleines Schaf, ich erteile dir hiermit eine Sondergenehmigung. Warte! Ich bin gleich zurück.“ Und er stapfte davon.

Das kleine Schäfchen Apfelkuchen war überwältigt und konnte es gar nicht begreifen, was soeben passiert war.

Einige Momente später kam der Weihnachtsmann mit einer Karte zurück. „Schau mal Apfelkuchen! Hier! Hiermit erteile ich dich zum auszubildenden Weihnachtsschaf, Ehrenmitglied der weihnachtsmännlichen Renntierstaffel! Schon mal einen Schlitten gezogen?“

Was? Wirklich? Oh danke!!“ strahlte das kleine Weihnachtsschaf, „Nein, leider habe ich keine Schlittenerfahrung!“ „Ach, nicht schlimm! Das bekommen wir schon hin. Man kann ja alles lernen! Komm mit, es liegt viel Arbeit vor uns! Bald ist Heilig Abend“

So erfüllte sich der große Traum vom kleinen Schäfchen Apfelkuchen, das fortan festes Mitglied bei der Weihnachtsstafel war und glücklich und zufrieden mit dem Weihnachtsmann und seinen Rentieren jedes Jahr die Päckchen und Bratäpfel an die Kinder verteilte.

Ho ho ho – schaut doch das nächste Mal genau, vielleicht könnt ihr ja das kleine Weihnachtsschaf Apfelkuchen am Himmel sehen!

Download-Version der Geschichte:

Die Geschichte vom kleinen Weihnachtsschaf Apfelkuchen_Anja Fischer

 

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