In 5-4-3-2-1-0 Tagen ist Weihnachten. Habt ihr schon alle Geschenke gekauft? Oder „müsst“ ihr noch rumwuseln und etwas besorgen? Heute habe ich mal ein paar Elternbloggerinnen gefragt, wie sie das mit den vielen Weihnachtsgeschenken aus der Familie lösen…

Oh Weihnachtsmann, oh Weihnachtsmann, wie schön sind deine Geschenke …

Viele, viele waren es letztes Jahr. Mich hat gelinde gesagt der Schlag getroffen, als ich oben im Wohnzimmer gestanden bin und auf unseren Baum hinunter blickte. Von dem kleinen Tischchen, auf dem er stand, war nichts mehr zu sehen. Die Geschenke haben sich hübsch drapiert bis auf fast einen Meter Höhe gestapelt. Zur Bescherung dann wie immer großes Chaos. Natürlich freuen sich alle darüber viele bunte Päckchen aufzumachen. Wer packt denn nicht gerne Geschenke aus? Auch die Kinder haben eines nach dem anderen aufgerissen, einmal geguckt und es dann hinter den Rücken geschoben, um sich dem nächsten zu widmen. „Genug! Echt, es reicht!“ dachte ich …

Geschenke für Kinder

Leuchtende Kinderaugen vs. einfach zu viel

Leuchtende Kinderaugen sind ganz wunderbar. Bloß haben sie nach dem zwanzigsten Packerl keinen Blick mehr dafür. Ganz abgesehen davon, das wir viele Dinge bereits drei- oder vierfach besitzen. Vom Kleinkram ganz abgesehen, den ich am liebsten regelmäßig verbrennen würde, weil er überwiegend rumliegt und ich ihn mir eintrete. Klingt das jetzt radikal?

Neue Regel: die Kiste

Alle Geschenke unserer Kinder (und auch unsere) müssen je in eine Kiste passen. Am besten, sie sind schön und praktisch. Oder verbrauchbar. Gebraucht ist in Ordnung. Ich möchte nicht, dass es wieder so eskaliert. Es war zu viel. Außerdem habe ich ganzjährig das dringende innere Bedürfnis, unser Haus zur Hälfte leer zu räumen. Kennt ihr das?

Also: auf weniger Geschenke, weniger Zeug. Wunschlisten sind (oder waren) vorhanden – ich freue mich bestimmt immer über das, was auf meiner Wunschliste steht. Irgendjemand hat mir den neuen Harry Potter gekauft … hohoho, ich kann’s kaum erwarten 😉

#fragmama: Wie schenkt ihr?

Und was sagen andere Elternbloggerinnen zum Thema Schenken und Geschenke? Ich habe sie gefragt, wie sie schenken und was, ob es bei ihnen auch schon so eskaliert ist und was sie dagegen tun.

„Wir haben seit Jahren die Vereinbarung mit Omas und Opas, dass wir Geld bekommen. Für große Anschaffungen, die die Mädchen brauchen. Plus je ein bis zwei Packerl mit Büchern, CDs und die Erfüllung kleinerer, konkreter Wünsche, wie ein Playmobil-Set oä. (Mehr wird es ohnehin dann immer…) Ich selber kaufe sehr gern gebraucht, unsere komplette Puppen-Ausstattung inkl. Puppenwagen und Kinderküche ist Second-Hand. Ich verschenke auch immer wieder vorgeliebte Sachen. Um sicher zu gehen, dass die angebotenen Sachen noch schön sind, schaue ich sie so gut wie immer unverbindlich an.“ meint Daniela (die kleine Botin)

Isabell (Mother’s Finest) hat ein ähnliches Problem wie ich. … und – huch – auch sie hält bei Gelegenheit Geschenke zurück. Eine gute Möglichkeit, finde ich. Sie freuen sich auch noch zu Ostern, zum Geburtstag oder einfach nur zum verregneten und öden oder traurigen Sonntag darüber.

Bei uns „artet“ Weihnachten leider immer ein bißchen aus. Die Familie ist sehr groß und jeder möchte zumindest eine Kleinigkeit schenken. Wir haben das Nichtsschenken schon oft angedacht, aber wir beschenken uns zu gerne, das klappt irgendwie nicht. Die Geschenke der Großeltern für die Kinder besorge aber immer ich oder sage ihnen genau an, was die Kinder sich wünschen oder wir brauchen können. Ich versuche mich dann selbst ein bißchen zurückzuhalten und die Kinderwünsche auf den Rest der Familie zu verteilen. Zuviel soll es nicht sein, denn das können gerade die kleinen Kinder nicht mehr verarbeiten. Besser 2-3 wirklich gewünschte Dinge, die ihnen Freude machen. Wenn’s zuviel von der Verwandschaft war, hab ich auch schon Packerln zurückgehalten und zu einer anderen Gelegenheit hergegeben. In jedem Fall ist weniger mehr!

Nadine (Buntraum), du bist mein Vorbild. Ich habe versucht, die Sache mit einem Geschenk anzusprechen. Noch erfolglos. …

„Nach den wahnsinnigen Weihnachten der letzten Jahre gibt es heuer nur noch EIN Geschenkt pro Kind und Erwachsener. Das darf dann ruhig etwas Großes sein, aber eben nur eines und nicht so ein „Was kann ich noch aufreißen?“ Irrsinn. Wir kaufen da auch gebrauchte Dinge, vor allem bei großen Spielzeugen wie Ritterburgen oder Schloss oder so Dingen, die sehr teuer sind. Die Kinder hat das noch nie gestört. Ich schenke auch gern Bücher, aber das bekommen sie zum Nikolo und auch zwischendurch ohne Anlass gern. Mir ist nur wichtig, dass diese Erwartungshaltung an geschenkereiche Weihnachten etwas gedrosselt wird, das artet nämlich stark aus, wie ich finde und das mag ich nicht. Wir besprechen das auch mit den Kindern im Vorfeld.“

Stephanie (3fachjungsmami) spricht etwas an, das ich für eine gute Lösung halte, weil wir immer auch viele Erwachsene zu Gast haben…

Unter uns Erwachsenen wird gewichtelt. So bekommt jeder nur ein Geschenk bzw muss nur eins kaufen. 😊 Bei den Kindern gibt es ein maximal Budget. Ich besorge alle Geschenke und teile diese dann unter uns, der Oma und der Patentante auf. Gerade beim kleinsten sind das aber auch eher kleinere Geschenke, da er eine Woche nach Weihnachten auch Geburtstag hat. Gebrauchtes schenke ich zu Weihnachten nicht , sowas gibt es eher zwischendurch mal.

„Ich kaufe schon auch gebrauchtes für Weihnachten, gerade wo die Kids noch kleiner waren. Dieses Jahr bekommen beide von allen nur eine Kleinigkeit und im Frühjahr bekommt die kleinste einen Kletterturm und die große möchte dieses Jahr einen Roller. Lieber alle zahlen auf etwas großes mit als 100 kleine Geschenke und die werden bald nicht mehr angesehen. Sie sind eh immer überfordert bei den ganzen Päckchen. Wir Erwachsenen Wichteln seit ein paar Jahren, dass ist so entspannt du hast nur einen und da machen wir immer einen Preis aus.“ meint Julienne (Mäusemama)

Vera (Mami Rocks) meint: „Mich nervt der ganze Konsum, der ja schon 2 Monate vor Weihnachten beginnt, ganz gewaltig. Deshalb habe ich dieses Jahr beschlossen, dass wir wenigstens den Adventskalender weglassen, der ja so nett mit kleinen Geschenken gefüllt wird. Stattdessen mache ich Zettel rein, mit denen ich Zeit schenke: Die Kinder dürfen sich reihum ein Spiel wünschen oder eine Aktivität wie Radeln oder Schwimmen oder bekommen einen Gutschein für 1 x Zimmer-Aufräum-Service.
Wir kaufen immer gerne gebrauche Sachen. Dieses Jahr hat sich der Große sogar selbst auf dem Flohmarkt etwas ausgesucht. Er wollte es unbedingt haben und da eh keiner mehr an Christkind oder Weihnachtsmann glaubt, wird es jetzt eben aufgehoben. Ganz um’s Spielzeug schenken kommen wir aber nicht herum. Es macht ja auch Spaß schöne Dinge für die Kinder auszusuchen. Da wir wenig Verwandte haben, werden sie bei uns auch nicht so überschüttet.“

Nachdem ich die Frage nach den Geschenken schon vor einem Monat gestellt habe, hat Tina (Jutima) ihre Kleinigkeiten für Weihnachten sicher schon beisammen … 😉

„Wir haben es geschafft, dass es „nur“ mehr Kleinigkeiten zu Weihnachten gibt. Von manchen dann einfach noch etwas Geld fürs Sparbuch oder für Gewand dazu. Dafür gibt es auch unterm Jahr mal das ein oder andere Spielzeug.
Selbst verschenken wir an die Großeltern und Urgroßeltern jedes Jahr einen Kalender mit Bildern vom Vorjahr, auf den freuen sich alle. Und dazu die letzten Jahre etwas Selbstgemachtes (Marmelade, Backmischung oä.), nur für heuer fehlt mir noch die Idee :)“

„Bei Geburtstag und Weihnachten schauen wir eigentlich immer das es 1 Haupt-Gemeinschaftsgeschenk gibt und ein paar Kleinigkeiten on the side… seit 2 Jahren machen wir Erwachsenen auch Secret Santa oder Engerl Bengerl (wichteln?!) Maschen werden immer wieder verwendet. Geschenkspapier wenn es halbwegs gut erhalten ist auch. Meine Grossmutter schenkt meistens Gutscheine.“ meint Catrin (mom4mom) und ich beneide sie ein wenig, dass sie das Wichteln durchsetzten konnte …

Sehr schön finde ich auch die Idee von Karin (Jubeltage):

„Bei uns gibts den Brief ans Christkind (auch schon für die Kleine, da helfe ich) – und das Christkind bringt genau das was drauf steht ;)) soooooooooo ein Zufall. Jedes meiner Mädels darf sich 5-7 Sachen aussuchen.. natürlich auch nach Größe und Wert des Geschenks

Und als ich Verenas (Mama Wahnsinn hoch drei) Antwort gelesen habe, musste ich so Lachen … genau wie bei uns Nur durften sie bei uns neben die Sachen schreiben, was sie gerne haben möchten. Ähm, tja … so gut wie neben jedem Spielzeug aus den „rosa Seiten“ ist der Name einer unserer Töchter gestanden …

„Wir „schreiben“ auch einen Brief an das Christkind, das hat mehr oder weniger so ausgesehen, das die Mäuse den halben Spielzeugkatalog (zumindest alles, was rosa und pink war) auf ein Blattpapier geklebt haben. Wir mussten dann die Reißleine ziehen, vor allem bei drei Mädchen (2, 5 und 6) ist es ziemlich schwer, von Lego (Duplo, Friends, …), Playmobil (Autos, Häuser, Funpark, Shop, …), Barbie (blond, brünett, lange Haare, kurze Haare, Auto, Haus, …) etc. sie haben ja wirklich schon alles. Ich möchte die Päckchen heuer reduzieren, jeder Schatz soll maximal zwei größere Spielzeuge bekommen, weiters gibt es Bücher, Spiele und Hörspiel-CDs. Ich hoffe, ich kann das auch in der Verwandtschaft durchsetzen, glaube aber nicht daran, jeder möchte den Mäusen etwas geben und sie verwöhnen.“

Anja von Gänseblümchen und Sonnenschein habe ich mit meiner Frage wohl auf eine Idee gebracht …

„Da ich niemandem vorschreiben will was er oder sie zu schenken hat und auch die Freude keinem nehmen will, schränken Mama und Papa sich auf ca zwei Packerl fürs Fräulein ein. Gern kaufen wir selbsgemachtes, regionales, besonderes. Wenn geht in lokalen Kleinunternehmen.
Omas und Onkel fragen meistens… und kennen unsere Einstellung. Aber wie gesagt, ich mach da keinem Vorschriften. Neu seit wir Eltern sind: wir schenken uns erstmals auch gegenseitig was. Aber auch nur ein Geschenk. Damit das kleine Fräulein nicht traurig ist, wenn das Christkind auf Mama und Papa vergisst….
Gebraucht find ich übrigens gut. Noch nie darüber nachgedacht. Definitiv eine Option für die Zukunft.“

„Ich hab gestern mit den Mädels gesprochen und wir machen heuer die 4 Geschenke Challenge. Ausserdem gibt’s bei den Grosseltern für jeden ein Packerl damit sie dort auch was auspacken dürfen. Das war voriges Jahr bei den einen Grosseltern ein Buch von Familie und bei den anderen Playdooh“ (Claudia/Jami Jami Design)

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Jetzt interessiert mich natürlich (so ihr diesen langen, langen Beitrag zu Ende gelesen habt): wie löst ihr das mit den vielen Geschenken?

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