Bei euch liegt auch so viel herum wie bei uns? Viele Dinge haben keinen fixen Platz und ein System gibt es schon gar nicht? Dann wächst in euch vielleicht auch gerade der Wunsch, ein wenig Auszumisten und System in die Sache zu bringen … Weil ich für das Ausmisten viel Motivation brauche, habe ich mich erstmal hingesetzt und meine Gründen zusammengeschrieben, warum es Zeit ist, sich von Dingen zu trennen ein System ins Chaos zu bringen.

AusmistenOhne Motivation ist es oft schwer, sich zum Ordnung schaffen aufzuraffen. Vor allem, wenn man weniger der ordentliche und mehr der Typ „Chaot“ ist. Es hat eine Weile gedauert, aber letztes Jahr haben sowohl Zweifel als auch Motivation begonnen zu keimen. So ein Projekt braucht Zeit, also hat sich alles noch ein wenig verschoben, um genau zu sein sogar fast um ein Jahr von der ersten Besprechung bis zur Umsetzung. Nun mache ich aber Nägel mit Köpfen. Mein Ziel 2017 ist es, mehr Ordnung zu schaffen, Dingen einen Platz zuzuweisen oder sie wegzugeben, ein sinnvolles und übersichtliches Ablage- und Ordnungssystem zu organisieren und meine geschaffene Ordnung mit dem geringsten Aufwand halbwegs zu halten. Das ganze muß mit minimalen Mitteln möglich sein, denn ich habe nicht so viel Zeit dafür oder sagen wir es mal so: ich verbringe die Zeit lieber mit meinen Kindern statt das Haus aufräumen.

Ihr habt das gleiche Problem?

Schön. Ok, nicht schön. Aber schön, dann habe ich hier für den Anfang einmal ein paar Gründe zusammengestellt, wann und warum es Zeit ist, Ordnung zu schaffen, sich von ein paar überflüssigen Dingen zu trennen und ein System zu entwickeln, das ihr einfach und ohne zu viel Aufwand halbwegs in Ordnung halten könnt. Hier gibt es noch keine Lösungen aber erstmal eine Analyse meines (und vielleicht auch eures) Problems und einige gute Gründe, etwas zu ändern.

1. Das Zeug „erdrückt“

Ich brauche keinen minimalistischen  Wohnstil und Wohnraum. Dafür bin ich gar nicht der Typ. Was mich aber immer schon gestört hat, ist das viele Zeug, dass bei uns herumsteht. Dabei will ich nicht einmal behaupten, ich bin nicht Mitschuld daran. Natürlich stelle auch ich Zeug ab. Aber mit der Motivation und Umsetzung etwas wegzuräumen bin ich oft alleine. Denn selbst wenn der rumstehende Kram stört, wegräumen ist eine ganz andere Geschichte.Wenn ich das Zeug dann herumstehen sehe, bekomme ich schlechte Laune. Ich fühl mich fehl am Platz und alles andere als wohl. Permanent möchte ich herumräumen und wegräumen, aber …

2. Wohin damit? Das Zeug braucht einen fixen Platz

… tja, aber. Da ist nämlich das nächste Problem. Viele Dinge haben einfach keinen fixen, zugewiesenen Platz. Sie liegen halt eine Weile, oder ein Jahr oder länger irgendwo, niemand wagt, sie wegzuräumen. So der Lego Adventskalender 2015 (!) Der liegt seit dem Advent 2015 am Fensterbrett imS chlafzimmer. Jedes mal, wenn ich ihn sehe, grinst er mich frech an, als wollte er sagen:“hähääää, ich habe gewonnen. Du kannst mir gar nichts, du weißt nicht, wohin mit mir. Ich bleibe hier, bis ich zu Staub zerfalle!“ So eine Adventskalenderschachtel ist nun auch nicht besonders dekorativ, aber leider ist es nicht mein Kalender und ich traue mich nicht, ihn irgendwohin zu räumen (ihr wisst schon, dann bin ich schuld, wenn er unauffindbar ist)…. Erkennt ihr mein Problem? (Oder vielmehr: eines davon).

3. Ablageflächen: eine Hassliebe

Wir haben eine wundervolle Ablage zwischen den beiden Hälften unseres Wohnzimmers, die auch die zwei Ebenen optisch trennt. Eine wirklich schöne Ablage, von er aber nur selten auch nur ein Stückchen zu sehen ist, weil sie viel drauf liegt und aus der alles mögliche hervorquillt, weil ich Schachtel entfernen musste, um Raum für die Papier- und Zeugstapel des besten Mannes zu schaffen (die nun überwiegend trotzdem oben drauf liegen). Das ist überwiegend Zeug, dass keinen fixen Platz hat oder dessen Platz offenbar die Oberfläche unserer Regals zu sein scheint. Es macht mich wahnsinnig! Ohne Untertreibung.

4. Es verschwinden Dinge

Es ist kaum zu glauben, aber bei uns im Haus verschwinden Sachen. Na ja, was heißt im Haus, eigentlich eher im Keller. Unser Keller ist voll bis zur oberen Zimmerkante. Meinem gefühlten Faß den Boden ausgeschlagen hat im Herbst die Tatsache, dass unsere Winterdecken einfach verschollen sind. Unmöglich, weil ich sie im Frühjahr immer sorgfältig auslüfte, dicht verpacke und normalerweise immer an den gleichen Platz im Keller schlichte. Aber: sie sind weg. Genauso wie unsere Gästedecken. Neue Decken werde ich mir nicht kaufen, also verwende ich einstweilen unsere Sommerdecken. Ein Ärgernis, weil die eigentlich nicht warm genug sind. Also: der Keller muß aussortiert werden. Dringend. Für meinen Seelenfrieden und all die unnützen Dinge der letzten Jahrzehnte, die da unten lagern.

5. Das rumstehende Zeug macht das Putzen schwer

Es wäre so schön, wenn unsere Putzfee einfach nur kommen müsste und das für mich kein Aufwand wäre. Statt dessen muß ich am Tag davor immer schauen, dass Zeug weggeräumt wird, damit sie überhaupt Putzen kann. Ärgerlich, denn das kostet Zeit und müsste so nicht sein, wenn einfach weniger rumliegen würde.

6. Aufräumen für Besuch?

Ich könnte manchmal gerne einfach nur sagen: „Hereinspaziert liebe Freunde!“ Statt dessen muß ich tatsächlich Sessel und Tisch abräumen, damit überhaupt jemand zu Besuch kommen und sich hinsetzen kann. Ich weiß, bei anderen ist es auch so und unsere engsten Freunde sind das längst gewöhnt oder bei ihnen zu Hause ist es nicht anders. Mit Kindern und Arbeit ist es manchmal nicht so einfach, Ordnung zu halten. Aber es muß doch irgendwie ansatzweise möglich sein, dass nicht die ausgezogene Jeans vom vortag über dem einen, der Pullover am anderen Sessel und ein paar Socken am dritten hängt? Ich glaube, es ist alles eine Frage des Systems und der Motivation. Und das brauchen wir. Beides.

Und bei euch? Seid ihr bereit fürs Ausmisten?

Geht es euch auch so? Lösungen habe ich hier NOCH keine für euch, denn die wird es in der Ausmist-Challenge 2017 beim Fräulein im Glück und mir ab März geben. Wir basteln gerade an den Challenge-Modulen, denn auch wenn Birgit schon sehr minimalistisch lebt, unser Haus wird eine harte Nuss in Sachen Ausmisten und Aufräumen, da braucht man schon einen guten Plan. Wenn ihr nichts versäumen wollt, tragt euch doch für meinen Newsletter ein, dann bleibt ihr Up to Date über den Startschuss zur Challenge!

Bis dahin … räumen wir ein bisschen auf! 😉

Alles Liebe,

Auch Birgit steckt gerade mitten in ihrer Motivationsphase. Warum sie auch dieses Jahr wieder Ausmisten und Aufräumen möchte (obwohl bei ihr schon so viel getan ist), lest ihr hier.

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