Hast du noch ein Sparbuch? Oder einen Bausparer? Nein? Ich vermute, das liegt daran, dass du diesen Methoden nicht zutraust, dein Geld zu vermehren. Um ehrlich zu sein: du hast vermutlich völlig recht. Aber was ist die Alternative? Hm?

Sparen oder auch Geld vermehren, das ist heute viel schwieriger als früher. Ok, Sparen schon, aber Zinsen gibt es bei klassischen Sparmethoden kaum. Ich kenne viele Menschen, die noch Bausparer haben – ich übrigens auch. Und bei jeder Abrechnung muß ich jedes Jahr ein bisschen Weinen, wenn ich mir den Ertrag ansehe. Aber warum hab ich es dann gemacht? Mit Geld unter dem Kopfpolster schläft man eben schlecht, also trage ich es lieber für wenige Zinsen zur Bank, dachte ich damals. Mit Fonds, wie etwa die Fonds von Raiffeisen, die ich mir für diesen Beitrag näher angesehen habe, kannte ich mich damals noch überhaupt nicht aus.

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Geldanlage: Dinnerparty Bla Bla

Geht man von Dinner Partys und Sommerfesten aus, dann ist Geldanlage ein Thema über das jeder gerne spricht, mit dem sich aber niemand wirklich auskennt. Tatsächlich ist es ja so, dass man Geld am einfachsten vermehrt, wenn man Geld hat. Die meisten Sorgen macht sich statistisch gesehen die sogenannte Mittelschicht (ich zähle mich da mal jetzt dazu…) Wie sparen wir an? Wie sieht es in Zukunft mit unserer Pension aus? Wie können wir falls nötig größere Investitionen tätigen? Tausend Fragen und immer im Hinterkopf eine mögliche Altersarmut.

Wer wiederum sowieso kein Geld hat, dem bleibt nur übrig, sich irgendwie auf den Staat zu verlassen, wenn es um die Pension geht. Denn zur Veranlagung braucht man zumindest einen kleinen Grundpolster. Ich hätte ja übrigens lieber die Sorgen der Reichen: wie vermehre ich mein Geld bloß (und wie gebe ich es aus)? statt: woher bekomme ich es (noch mehr Arbeit?) um es überhaupt anlegen zu können… haha.

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Tipps zum Sparen mit Fonds

Ich habe gerade erst begonnen, mich in Sachen Fonds einzulesen, weshalb ich eine Expertin gebeten habe, mir ein wenig über das Anlegen in Fonds zu erzählen. Ulli bloggt seit Jahren auf Fit & Glücklich über die Themen Sport und Familie. Sie hat Bank- und Finanzwirtschaft studiert und arbeitet im Wertpapierbereich. Liebe Ulli, vielen Dank, dass du dir Zeit genommen hast für meine Fragen!

Stadtmama: Fonds gelten derzeit als DIE Alternative zu klassischen Geld-Anlagemethoden um eine gute bis sehr gute Verzinsung zu bekommen. Allerdings sind die Menschen bei Fonds noch sehr kritisch, weil man ihnen eine hohes Risiko nachsagt. Stimmt das und was würdest du raten, wenn jemand solche Bedenken hat?

Ulli: Als DIE Anlage-Alternative würde ich es nicht allgemein bezeichnen, aber als eine sehr gute Möglichkeit. Grundsätzlich kommt es sehr darauf an, in welche Wertpapiere der Fond investiert. Anleihen gelten als die sicherere Variante, Aktien als die risikoreichere. Klassisch ist der Ertrag bei höherem Risiko natürlich auch höher. Bei weniger Risiko bekommt man weniger. Das trifft auch auf das klassische Sparbuch zu. Hier war die Inflation historisch fast immer höher als die Verzinsung und im Grunde bleibt am Ende kein Ertrag übrig.

Das gute an Fonds ist, dass hier das Risiko immer ein wenig aufgesplittet wird gegenüber einem Einzelinvestment in beispielsweise eine Aktie. Außerdem gibt es gemischte Fonds, in denen sowohl Aktien in als auch in Anleihen investiert wird, wo wir dann wieder bei der Diversifikation wären.

Stadtmama: Familien legen aus verschiedenen Gründen meistens lieber weniger riskant an. Was würdest du ihnen in Bezug auf Fonds raten?

Ulli: Raten möchte ich an dieser Stelle nichts Bestimmtes, da es schwer ist, die Märkte vorauszusagen. In Fonds zu investieren ist eine persönliche Entscheidung. Man sollte auf jeden Fall sein Vermögen diversifizieren, also „nicht alle Eier in einen Korb legen“. Das bedeutet, man sollte sein Vermögen auf verschiedene Anlageklassen aufteilen, also zum Beispiel Sparbuch, Aktien, Anleihen, Immobilien… Wenn dann an einer Stelle der Wert sinkt, verliert man nicht sein ganzes Vermögen und durch den Mix von risikoreichen und risikoärmeren Investitionen hat man auf der anderen Seite auch die Möglichkeit auf einen Gewinn.

Stadtmama: Würdest du jemanden, der sich mit Fonds noch nicht so gut auskennt zuerst raten, sich ins Thema einzulesen oder darf man sich auf ausgebildete Fonds-Berater verlassen?

Ulli: Es gibt halt leider keine magische Glaskugel. Bevor man in irgendeine Sache investiert, von der man gehört hat sie soll gut sein, ist es vielleicht immer noch besser, sich von einem ausgebildeten Berater beraten zu lassen.

Stadtmama: Investierst du als Profi in Fonds? Bist du dabei eher risikobereit oder sicher unterwegs?

Ulli: Ja, das mache ich, seit ich darüber gelernt habe. Ich habe natürlich auch den Vorteil, dass ich mich ein wenig auskenne und durch meine Arbeit immer mitten im Thema bin. Zum langfristigen Ansparen für meine Kinder habe ich zum Beispiel über Fondssparpläne in Aktienfonds investiert. Es glätten sich durch den laufenden Ankauf von Fondsanteilen über Jahre die Schwankungen, da ich sowohl in Zeiten mit höheren Fondspreisen als auch in schwierigen Phasen mit sinkenden Fondswerten Anteile kaufe.

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Mehr Risiko – mehr Geld

Übrigens habe ich vor kurzem einen genialen aber logischen Tipp gelesen: wer reich werden will, der muß zuallererst deutlich unter seinen finanziellen Verhältnissen leben und auch mal ein Risiko eingehen. Klarer Fall, denn ohne Risiko gibt es meist keine Rendite. Es kommt nicht darauf an, wie viel Geld du monatlich verdienst, sondern wie viel du schaffst davon nicht auszugeben. Hast du dann ein Polster aufgebaut, kannst du Geld anlegen. Wie sonst soll es auch funktionieren, sofern du nicht eine geniale Idee wie Mark Zuckerberg hast und damit reich wirst?

Apropos kleine Polster aufbauen: bei Raiffeisenfonds kann man übrigens auch schon ab 50 Euro monatlich in einen oder mehrere Fonds anlegen. Da es bei den gewählten Fonds sehr um individuelle Vorstellungen und Bedürfnisse (und die Risikobereitschaft) geht, könnt ihr euch online ausschließlich Beratungstermine bei der Raiffeisen ausmachen, aber noch keinen Vertrag abschließen. Ich persönlich fand meine Fonds-Beratung im Vorjahr sehr spannend und kann einen solchen Termin beim Berater generell empfehlen, um einen Überblick zu bekommen.

Wer von euch investiert bereits in Fonds? Seid ihr zufrieden?

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