Oh Mann. Ja, ich melde mich erst jetzt und ja, ich habe mich seit über einem Monat hier nicht gemeldet. Der Grund? Das Universum. Wirklich, ich schwöre. Es war quasi Schicksal, aber: I am back! Und jetzt zu meinen Plänen und was euch 2020 so erwartet.

Im Dezember war ich den USA – beruflich und ein bisschen im Urlaub. 2019 hat mich viel Energie gekostet und ich war einfach geschlaucht. Wir haben uns deshalb vor und nach der Konferenz in Palm Beach ein paar Tage zum Entspannen und aufladen gegönnt. Wir, das sind nicht der Mann und ich und die Kinder, sondern Petra – meine Freundin, Geschäftspartnerin, Seelenverwandte und ich. DREI Wochen – ich hatte einige Bemerkungen dazu bekommen, unsere Männer ebenfalls. Drei Wochen, wie können wir nur für drei Wochen abhauen ohne Kinder? Ja um ehrlich zu sein, wir haben uns gefragt, wieso das unsere Männer niemals jemand fragt? Aber das ist eine andere Geschichte, die ich bestimmt noch schreiben werde…

Das wird 2020 bei Stadtmama Als wir in den USA waren kam es etwas unerwartet: mir wurde die Arbeit quasi aus der Hand genommen. Nach der Konferenz in Palm Beach haben wir noch ein paar Tage Urlaub in New York gemacht. Urlaub und Brainstormen für 2020. Ich klappe im Appartement mein MacBook auf und – BOOM. Nichts geht. Keine Reaktion. Laptop im A*** Ich erstmal: puh. Und jetzt? Ich arbeite fast ausschließlich am Laptop, ich war quasi annähernd arbeitsunfähig.

Kurzes Durchatmen. Ich habe es akzeptiert und hätte auch gar nichts tun können. Also mal einfach nur nichts tun, nachdenken, spazieren gehen. Es war schön, wir haben es gebraucht. Zurück zu Hause – Kinder und Mann haben es übrigens gut überstanden – brachte ich mein MacBook zur Reparatur. Ganz klar: vor Weihnachten wird das nichts mehr. Ok, dann nach Weihnachten. Ich war schon ein wenig panisch, hatte ich mir doch viel aufgespart zum Abarbeiten über die Feiertage. Aber: kein Laptop nach Weihnachten. Kein Laptop nach Neujahr. Unvorstellbar, ich hatte bereits mehr als drei Wochen keinen Computer. Ehrlich, ich kann mich nicht mehr erinnern, dass das in den letzten 20 Jahren irgendwann einmal der Fall war.

Als ich mein MacBook nach den Schulferien wieder abgeholt habe, war ich hunderte Mails im Rückstand. Ich habe Rechnungen ins neue Jahr verschoben und Kunden vertröstet. Es war irre. Und dann ein paar Tage (2!!!) später: der Bildschirm flimmert. Oh nein. WTF!!! (ja, richtig gelesen!). Ich war noch längst nicht fertig mit dem Abarbeiten meiner liegengebliebenen Dinge. Also wieder ab zur Reparatur. Ich war dezent fertig mit den Nerven – wie soll ich diesen Berg an Arbeit jemals wieder aufholen? Konkret: vermutlich gar nicht. Ich musste priorisieren. Noch eine weitere Woche ohne Computer.

Das wird 2020 bei Stadtmama

Ende der Woche: Kind 1 krank. Zwei Tage später Kind 3, dann Kind 2. ACH BITTE, WAS IST LOS? Ich konnte nur noch lachen darüber. Wirklich. Ich war trotzdem gelassen – irgendwie, fragt mich nicht wie.

Weshalb ich diese Geschichte erzähle? Vor Jahren hat eine liebe Arbeitskollegin zu mir gesagt:“Judith, es geht nicht um Leben und Tod in unserem Job!“ Damals war ich noch angestellt in der Agentur, aber sofern man nicht Arzt ist, trifft das vermutlich auf fast jeden Job zu. Genau das habe ich mir gedacht. Jeden Tag. ES GEHT NICHT UMS ÜBERLEBEN! Es ist mittelmäßig beschissen nichts viel tun zu können, aber die Welt dreht sich weiter und uns geht es gut. Und ja, auch diese Phase der letzten Wochen war wohl wichtig für mich.

Die letzten zwei Monate haben so viele Veränderungen gebracht. Ich bin gelassener, ich bin fröhlicher, ich bin ausgeglichener, ich bin angekommen bei mir. Ich bin glücklich. Und jetzt kommen wir zum Punkt: ich habe beschlossen, dass es hier in Zukunft viel mehr ums „Ankommen“ gehen wird. Auf Instagram haben mir so viele von euch etwas dazu geschrieben. Dass es schwer ist, aus einem negativem Loch wieder raus zu kommen. Wie ich es schaffe, so gelassen zu sein. Wie ich Arbeit und Kinder jongliere. Ich habe Geschichten bekommen, Fragen, Feedback. Ich arbeite gerne. Nein, ich liebe eigentlich was ich tue! Ich liebe meine Kinder. Und beides zusammen macht es einfach perfekt.

Das wird 2020 bei Stadtmama

Wichtige Punkte für 2020? ich bin ja nicht so die Vorsatz-Schreiberin, aber ich habe natürlich Ziele. Neben diesen zielen, wird vor allem Liebe, Dankbarkeit und Leidenschaft für alles was ich tue im Mittelpunkt stehen – egal ob Job oder Familie. Und ich sage euch etwas: allein dass ich das für mich festgelegt habe, hat mir eine wundervollen Start ins neue Jahr beschert. Ich habe meine Gewohnheiten umgestellt, stehe nun jeden Tag früher auf, mache Yoga, meditiere, habe mit viel Sport angefangen – Bikram Yoga zusätzlich zu meinen Yogastunden, esse kaum noch Zucker und Junk Food. Und wisst ihr was? Das war kein Vorsatz, das ist einfach passiert, weil ich es wollte. Weil der Wille da war, etwas zu ändern. Ich wollte es nicht nur einfach, ich wollte es unbedingt, von ganzem Herzen. Es gibt mir mehr Energie als ich 2019 je hatte, es gibt mir gute Laune, es macht es einfach, allen und allem mit viel Liebe und Leidenschaft zu begegnen und ich schaffe es viel einfacher, mich aus schlechter Laune wieder raus zu nehmen.

Über all das möchte ich neben meinen Mama-Themen 2020 schreiben. Ich habe mich nämlich lange gefragt, wenn andere über’s „ankommen“ schreiben, wann es mir wohl so gehen wird. Wann werde ich ganz bei mir sein? Wie schaffe ich das? Oder: wieso schaffe ich das bloß nicht? Irgendetwas war wohl die Kirsche am Schlagobershäubchen, aber jetzt ist es so weit.

Ich bedanke mich bei jedem und jeder einzelnen von euch, die mich 2019 begleitet haben. Für eure Geduld, euer wunderbares Feedback und natürlich auch jeden einzelnen Klick, denn damit verdiene ich hier ja schließlich auch mein Geld.

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