Donnerstag. Noch 10 Tage bis das Kindergartenkind ein Schulkind ist. Wir haben eine wirklich klitzekleine Liste, was wir alles für die Schule brauchen. Ganz oben stehen zwei paar Hausschuhe. Also ab ins Donau Zentrum. Seit ich Kinder habe, stehe ich nämlich auf Einkaufszentren. Aus Gründen.

Vorweg: früher bin ich nicht so gern ins Einkaufszentrum gegangen. Ich hab die frische Luft zwischen den Geschäften in den Wiener Einkaufsstraßen genossen. Locker flockig Shoppen, dazwischen einen Kaffee Latte in der Sonne schlürfen und auch mal die Straße überqueren fürs Window Shopping. Schön war das. Vor den Kindern.

Shoppen mit Kindern: die Realität

Den Buggy muß man bei jedem ungeplanten Überqueren der Straße über den Randstein hebeln und aufpassen, dabei kein Auto zu rammen. Manche Geschäfte in der Innenstadt haben einen ersten Stock, aber keinen Aufzug. Regnet es, muß ich drei Personen plus ein Baby im Buggy zwischen den Shops vor den Tropfen schützen. Wenn es kalt ist muß ich ebenso vielen Personen die Winterjacke immer wieder an- und ausziehen sowie diverse Hauben überstülpen.

Shopping mit Kindern im Donauzentrum

Letztlich kommt hinzu: Kinder sind per se nicht unbedingt die einfachsten Einkaufs-Buddys, wenn sie im Rudel mitgenommen werden. Wenn die Damen beleidigt sind, drehen sie sich um und gehen einfach. Oder sie laufen Fangen spielend und lachend vor und zurück ohne sich umzudrehen und verschwinden um eine Ecke. Ich renne nach, erkläre ihnen, dass es wichtig ist, dass ich sie sehe. Egal, sie laufen wieder davon. Sie kommen zurück, weil eine Pipi muß. Oder weil sie ein Eis will. Oder beides nacheinander … Im übrigen wechseln sie sich seit Monaten zeitlich perfekt mit Klobesuchen ab. Fünf Minuten später braucht das nächste Kind eine Toilette. Noch Fragen, weshalb ich Einkaufszentren liebe, seit ich Mama bin? Hier hat man wenigstens alles im Trockenen und an einem Fleck.

Shopping mit Kindern im Donauzentrum

Donau Zentrum: unser „Heimspiel“

Wir fahren also ins Donau Zentrum. 15 Minuten mit dem Bus, der uns dann direkt ins Geschehen „spuckt“. Wir haben unsere übliche Strecke. Unten zum Seiteneingang hinein, vor zum Aufzug. Erster Zwischenstop: die Fotobox. Das muß sein: so tun als ob man Fotos machen möchte und hinter dem Vorhang verstecken spielen. Traditioneller zweiter Zwischenstop: der am Gang aufgestellte Shop mit dem Babykram, der keinem von ihnen mehr passt, aber natürlich alles genau angesehen werden muss. Auch die Auslagenscheibe. Die Verkäuferin weist auch dieses Mal darauf hin, dass sie auf ihre Scheibe aufpassen sollen. Sie hat wohl keine Kinder.

Shopping mit Kindern im Donauzentrum

Wir brauchen: Schnuller, Schnullerketten, Babyschuhe, … NICHT.

Der obligatorische Aufschrei am Brezelstand auf der Brücke („HUNGER!“). Eh klar. Beim Eisgeschäft: „Mama, wir wollen Eis! JETZT!“ und natürlich gleich daneben am Zuckerlgeschäft, wo sie gleich alles mitnehmen wollen, was an Gummizeug verfügbar ist. Da muß ich durch. Unser Ziel ist das hinterste Ende des Donau Zentrums. Dort, wo es die größte Auswahl an Hausschuhen gibt. Die Tochter wittert es: „Mama, gehen wir dahin, wo es den Fernseher gibt?“

Nach Jahren dort gekaufter Hausschuhe kann ich mich immer noch nicht entscheiden, ob ich es saucool oder total blöd finden soll, dass es hier einen Fernseher gibt. Wir haben es geschafft, zwei Paar Hausschuhe auszusuchen. Apathisch lässt sie sich die Dinger vor dem, Fernseher anprobieren. Man kann nun nicht sagen, dass sie eine Hilfe wäre, aber zumindest ist es schnell erledigt. Doppelt so lange brauche ich dann übrigens, um sie wieder aus diesem Geschäft raus zu bekommen. Die zwei Ladies sind mürrisch. Da lief gerade Prinzessin Sophia. Gemein, dass sie da nun weg müssen. Nach 30 Minuten reicht es mir dann aber doch. Sag ich ihnen auch. Die Stimmung sinkt in den Keller.

Shopping mit Kindern im Donauzentrum

Yep. Hinter mir ist der Fernseher. Merkt man… (?)

Meine Rettung: der Dachboden Zauber

Draußen krachen wir aneinander. Die Tochter will will will und ich soll soll soll. Puh. Atmen. Bevorzugt würde sie die Sachen für ihre Schultüte selbst kaufen, was ich kaufe ist alles Klumpert (auf hochdeutsche: nutzloses Zeugs, dass sie nicht möchte!). Sie möchte alles selbst aussuchen und mag Überraschungen gar nicht. Sie will nämlich dies und das und um es nochmal zu wiederholen sicher nicht, was ich kaufe. Das kann ich mir alles behalten den Kram. Mein Fehler. Ich habe im Schuhgeschäft eine Packung Socken mitgenommen, die ich ihr schenken wollte. Sie hat es gesehen und weil sie sie nicht gleich haben konnte, war sie böse.

„Gut, wenn ich nichts mehr kaufen kann, dann wollen wir in den Dachboden Zauber!“ Ich atme immer noch langsam ein und schnell aus um meine Wut zu entladen. Ich denke keine Sekunde nach. Wir haben genug diskutiert und mir steht es ungefähr bis zum Haaransatz bevor ich diskutiere. Bitte sehr, machen wir. Ich hab keine Lust länger zu streiten und ich möchte in Ruhe die restlichen Sachen einkaufen. Ich fühl mich zwar wie die Rabenmutter des Jahrhunderts, weil ich froh bin die Kinder für zwei Stunden los zu sein, aber für die Kinder bin ich die Mutter des Jahrhunderts, weil sie spielen gehen können und ich ohne Widerrede ihren Wunsch erfüllt habe.

Alleine Schultüten-Shopping? Läuft!

Auch die Babymaus ist eingeschlafen. Ich war in drei weiteren Geschäften und habe alles für die Schultüte und auch sonst gekauft, was ich noch gebraucht habe. In fast yogastischer Ruhe habe ich eine Geldbörse für das Schulkind ausgewählt (lasst euch dieses entspannende Wort auf der Zunge zergehen!), einen Stofftier-Schultaschenanhänger (den sie sich gewünscht hat), die Superspezial-Kaugummis, die es sonst nur einmal im Jahr gibt und noch ein paar andere Sachen, die sie gerne in ihrer Schultüte haben möchte. Hoffentlich kann sie sie dann am ersten Schultag noch heben und hoffentlich schmeißt sie mir das Zeugs nicht vor die Füße, weil nicht so ihr Tag ist. Ooooohm!

Shopping mit Kindern im Donauzentrum

Die Kids wollten ALLES mitnehmen. Ich war dann nochmal alleine da.

Als ich fertig war, wusste ich gar nicht, was ich mit mir anfangen soll. Kaffee, Eis, noch Shoppen für mich? Leider haben das die Kinder vom Dachboden Zauber aus gesehen. Ich bin genau unter dem Fenster gestanden. Sie haben mich anrufen lassen. Aber alles gut, die eineinhalb Stunden alleine einkaufen haben mich tiefenentspannt und die Liste war abgearbeitet. Ich war wieder bereit für Kinder-Action.

Back To School Aktion im Donau Zentrum

Die letzte Woche vor Schulbeginn und die erste Schulwoche (27.8. – 8.9.) stehen im Donau Zentrum übrigens ganz im Zeichen von Back to School. Es gibt einen Schultüten Bastelworkshop (30.8.), einen Premium Tag mit Glücksrad (31.8.), ein Back to School Shopping-Gutscheinheft und ein € 1.000,- Shopping Gutschein Gewinnspiel. Alle Infos dazu findet ihr auf Facebook aber auch in der Donau Zentrum App.

Shopping mit Kindern im Donauzentrum

Schultüten kaufen? Oder doch Basteln? zB beim Workshop im DZ.

Über den Dachboden Zauber

Meinen Beitrag mit Fotos über den Dachboden Zauber könnt ihr HIER nachlesen. Ihr habt mich auf Instagram schon oft gefragt, ob meine Mädels denn gerne dort bleiben und wie es dort so läuft. Die zwei gehen sehr gerne zum Dachboden Zauber, in etwa seit die Jüngere etwas älter als drei Jahre alt ist. Zu Beginn haben wir es damals mit einer Stunde probiert, mittlerweile bleiben sie meistens zwei Stunden da. Das ist eine gute Zeitspanne für mich, um alles einzukaufen, was wir brauchen. Außerdem „beschweren“ sie sich nach einer Stunde, dass es zu kurz war.

Mit der Premium Card kostet der Dachboden Zauber drei Euro pro Stunde pro Kind. Ich finde, das ist gut investiertes Geld. Wer mehrere Kinder hat und manchmal mit ihnen einkaufen gehen muß (vor allem wenn es nicht um Dinge für sie geht), versteht mich bestimmt. Sie freuen sich, ich kann entspannt Besorgungen machen.

Wenn die Kinder nicht mehr bleiben möchten oder sonst etwas passiert (bei uns mal eine nasse Hose), wird man sofort angerufen.

Shopping mit Kindern im Donauzentrum

Habt ihr noch Fragen? Oder Tipps zum Shoppen mit Kindern? Postet sie mir gerne in die Kommentare!

Einkaufen mit Kindern? Spaß oder nicht? ich finde ja, seit ich Kinder habe, sind Einkaufzentrem viel attraktiver geworden. ich sage nur: Hunger, Pipi, müde, laaaangweilig. Im Einkaufzentrum hat man alles zusammen an einem Ort. #mamablog #mamablogger #stadtmama #shoppenmitkindern #einkaufenmitkindern #einkaufzetrum #mamatipps #mamalifehacks

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