Frauen denken zu viel nach. Vor allem darüber, was sie alles falsch oder schlecht machen. Seltener darüber, was sie richtig gut machen. Deshalb mache ich mit bei Lucie Marshalls Blogparade #momsrock völlig recht und schreie in die Welt, weshalb ich finde, dass ihr das alles richtig gut macht.

Weil Mamas das Familienleben eben rocken. Papas auch. Aber es liegt vermutlich mehr im sozialen Selbstverständnis der Männer, dass sie sich als gute Eltern sehen … 😉

„Sie sind eine liebe Mama …“

Vor zwei Monaten hat mein unbekanntes Gegenüber nach ein paar Stationen zu mir gesagt: „Sie sind aber wirklich eine liebe Mama! …“ Whow! 1.: Ich habe mich sehr gefreut. Das ist doch mal ein nettes Kompliment. Von einer Unbekannten noch dazu. 2.: Umgehend wurde die innere Denkmaschine in Gang gesetzt: „Oh Gott, sie hat mich nicht gesehen, wie ich das kleine Fräulein vor 20 Minuten angemotzt  habe, nur weil ich müde war, ungeduldig weiter wollte und sie getrödelt hat …“ Mein Kind bringt mich ja derzeit öfter mal an meine Grenzen. Und ich gebe jedes Mal mein bestes, den Konflikt für uns beide zufriedenstellend zu lösen. Warum kann ich so ein Kompliment dann nicht einfach annehmen und mich freuen? Warum mache ich es mir selbst mies? Schließlich bekommt man üblicherweise nur dann Feedback von anderen, wenn man in deren Augen etwas falsch gemacht hat. Also her mit den Komplimenten! Und freut euch gefälligst über jedes einzelne. Sie kommen selten genug daher …

Authentisch sein, authentisch bleiben

Schon wieder hat die Große 20 Minuten Ferngeschaut, damit du das Baby in Ruhe baden kannst? Ein Schlecker hat dein Kind besänftigt, damit du kurz einmal Luft holen und Durchatmen kannst? Du bist kein Fan vom Familienbett sondern willst dein Bett eigentlich für dich haben? Du wolltest nie wirklich Stillen oder umgekehrt, du willst ganz lange stillen? Die Liste lässt sich unendlich fortsetzten. Es ist wie es ist. Man muss nicht immer das als richtig erachten, was andere gut finden. Jede noch so fundierte Studie hilft nichts, wenn du dich mit der Situation unwohl fühlst, wenn es sich für dich nicht richtig anfühlt.

Manchmal machen sich schlaue Menschen gute Gedanken zum Thema Erziehung und Kindheit. Man kann (und soll) sich rauspicken, übernehmen was zum eigenen Familienleben passt. Man darf auch um Rat fragen (eh klar), das tut man ja in anderen Lebenslagen auch. Auf vergleiche zu anderen Eltern dürft ihr aber ruhig verzichten. Nicht mit fiktiven Personen aus Erziehungsratgebern und auch nicht mit der besten Freundin.

Intuition und Bauchgefühl: einfach richtig

Wenn ihr versucht, das Richtige zu tun ist es das dann oft auch. Ich war kürzlich mit dem Großen Fräulein beim Arzt zur Kontrolle, obwohl das Fieber schon wieder weg war. Würde ich normalerweise nicht machen und es hat ihr auch nichts weh getan. Aber mein Bauchgefühl hat mir gesagt, wir sollten hin. Sie hatte eine Ohrenentzündung, ohne dass wir es bemerkt hatten…

Momsrock

Bild: luciemarshall.com

 

Also liebe Mamas: #MOMSROCK! Jeden Tag, jede Stunde, jede Minute!

Nachdem ich jetzt übrigens darüber geschrieben habe, wie nett es ist, manchmal Komplimente zu bekommen, finde ich, es ist sicher auch einmal nett, welche zu verteilen. Als raus damit, wenn euch bei anderen etwas beeindruckt! Ihr werdet sehen, auch andere Eltern freuen sich über ein kleines Kompliment. Seht es als Vorsatz für 2015. Einer, der Sinn macht 😉

 

 

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