Offensichtlich finden nicht nur Erwachsene Montag Morgen einfach „ätzend“. Oder ist es doch schon die Pupertät oder doch erst die Trotzphase (Oh Gott, ja…). Also falls es euch auch so geht, hier als kleine Beruhigung ein kurzer Auszug aus meinem Montag Morgen. Zuerst einmal: Durchatmen!

6:30 Uhr. Eigentlich zu früh zum Aufstehen, auch für Oona. Aber Papa schmeißt sich unter die Dusche und da höre ich auch Oona draußen schon Quatschen und Herumwuseln. Bestens gelaunt. Juchu!

7:00 Uhr. Ja, tschüss Papa. Baba! Einmal aus der Tür winken und Türe zuknallen.

7:10 Uhr. Mama geht Duschen, Oona guckt immer noch bestens gelaunt zu.

7:20 Uhr. Mama will Oona überreden, sich den Pyjama auszuziehen. Tochter grummelt (wie immer). Sie mag nicht.

7:25 Uhr. Episode 1: „Drama Queen Deluxe GO“. Das mit der Windel ging ausnahmsweise leicht. Die Entscheidung ob Kleid oder Hose dagegen … Kleid ja. Nein, anderes Kleid. Wieder reinhängen und anderes aussuchen. Neeeeeeeeeeein! Kein Kleid. Hose. Nein doch Kleid. Shirt drunter? Nein, anderes Shirt. Altes Shirt in den Kasten gestopft und anderes rausgeholt. Ok das könnte passen. Die Strumpfhose wird nur deshalb angezogen, weil ein Bär den Popo ziert. Bevor das Fräulein das festgestellt hat, hätte es fast noch ein Strumpfhosen-Drama gegeben.

Und jetzt: ooooooooooooohmmmmm!

7:35 Uhr. Episode 2: Mama zieht sich auch an. Oh Gott! Eine Welt bricht zusammen. Mama zieht KEIN Kleid und Strumpfhose an, sondern Hose und Socken. Also ab ins Zimmer, sich die Strumpfhose unter Heulen und Kreischen vom Leib reißen und Mama böse angucken. Die Idee: eine Leggin. Ist auch eine Hose. Und Socken dazu. Sieg! Mit wenigen Verlusten wohlgemerkt.

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Es folgt: Das Haarspanden-Drama

 

7:40 Uhr. Episode 3: die Haarspangen. Ohne die hängen alle Stirnfransen genau ins Auge. Also erst mal alle ausräumen, verstreuen, einsammeln, eine aussuchen, den Rest verstreuen, noch einmal einsammeln, sich ALLE in die Haare stecken lassen und nach 5 Minuten unter Toben alle wieder aus den Haaren reißen und in eine Ecke werfen. O.k., alle bis auf eine Spange. Die hat sie übersehen. Kleiner Sieg …

7:55 Uhr. Episode 4: Nach ein wenig Saft meldet sich der Hunger. Aber Frühstück gibt es ja im Kindergarten. Also los. Jacke und Schuhe anziehen. Möchtest du mit dem Rad fahren oder zu Fuß gehen? Rad? In Ordnung. Dann brauchst du einen Helm. Toller neuer Helm aufgesetzt. Whow. Ist der aber hübsch. Mit Krokodilen. Wie immer, der Kinnschutz rutscht ‚unauffällig‘ vom Kinn zum Mund und wird gekaut. Mama meint, der gehört aufs Kinn. Oona meint, der gehört in den Mund. Mama meint, wenn der Kinnschutz am Mund ist, kann Oona sich wehtun, wenn wir einen Unfall haben. Und deshalb können wir nicht mit dem Rad fahren, solange der Kinnschutz nicht am Kinn bleibt. Tobende Tochter wirft sich auf den Boden und knallt den Kopf (im Helm) auf den Vorzimmerteppich. Zählt das auch schon als Unfall? Brauchen wir jetzt einen neuen Helm? Scherz beiseite. Nach fünf weiteren Minuten haben wir es geschafft. Wir können zum Rad gehen.

zur Erinnerung: oooooooooooooooooohmmm!

8:10 Uhr. Episode 5: Welches Rad nehmen wir? Papas oder Mamas Rad. Ich hab die Frage ernst gemeint, sie darf es sich aussuchen, weil beide im Schuppen stehen. Also Mamas Rad. Das Große, da brauch ich ein paar Minuten zum Ausfädeln. Kaum steht es aber draußen, will das Fräulein Tochter lieber mit Papas Rad fahren. Äh, nein. Erneutes Kreischen und Heulen und im 90 Grad Winkel aus den Augen schießende Tränen können Mama nicht davon überzeugen, dass sie das riesige Rad wieder reinschiebt und das kleinere Trekking Bike rausholt. So eine Frechheit!

8:15 Uhr. Episode 6: Oh, kaum mit dem Popo die Sitzbank der Fahrradkiste berührt, ist die Welt wieder in Ordnung und wird sogar mit einem Lächeln im Mundwinkel gewürdigt. Sogar der Helm sitzt richtig. Unzerkaut. Kaum zu glauben.

 

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