Ich bin müde. Zum Umkippen müde. Und alles nur, weil meine arme kleine Schnecke zum ungünstigsten Zeitpunkt überhaupt ihre allererste Kinderkrankheit aus dem Kindergarten mitgebracht hat. In Wirklichkeit war es nur eine Frage der Zeit, denn irgendwann muss es ja das erste Mal sein. Aber jetzt, da ich nur kurze Zeit vor meinem Geburtstermin sowieso schon dauermüde bin und den ganzen Tag schlafen könnte, würde man mich lassen, passt es ganz einfach noch weniger.

Kindergarten: Immunsystemtraining de Luxe

Scharlach, Feuchtblattern, stinknormale Grippewelle, Magen-Darm-Grippe und Co. All das haben wir, abgesehen von der obligatorischen und regelmäßig wiederkehrenden Bindehautentzündung, ausgelassen. Warnenden Hinweisen an der Kindergarten-Gruppentüre zum Trotz und zu Mamas Freude. Denn wer hat schon gerne ein krankes Kind zu Hause. Selbst mit dem Wissen, dass das beste Training für das Immunsystem des Kindes ist. Ich dachte vorgestern nämlich, mir bricht das Herz, als Oona getobt und geheult hat, weil sie einfach nicht gewusst hat, warum ihr etwas weh tut.

Es musste ja kommen…

Seit vorgestern haben wir die sogenannte Hand-Mund-Fuß-Krankheit. Kennt ihr nicht? Ich kannte den Begriff auch nicht. Vielleich gab es das in meiner Kindheit nicht. Prinzipiell ist die Krankheit auf den meisten Seiten (und auch von unserer Kinderärztin) als halbwegs harmlos beschrieben. Sie ist allerdings super-ansteckend und kann eigentlich nicht behandelt werden, sondern vergeht von selbst wieder. Man ist also mehr oder minder hilflos gegenüber der Symptome. Die Punkte an Händen, Füßen, Po und Mund sehen aus, wie ich es von meinen Feuchtblattern in Erinnerung habe. Das richtig fiese sind aber die Bläschen, die Betroffenen im und am Mund bekommen. Dort juckt es scheinbar so, dass Oona die letzten zwei Nächte kaum geschlafen hat. Meine arme Maus ist alle paar Minuten bis halben Stunden aufgewacht und hat geweint. Irgendwann hat sie getobt, sich auf den Boden geworfen und mich in ihrer Verzweiflung sogar aus dem Zimmer geschickt, bevor sie auf mir zusammengebrochen ist.

Fazit

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Lego Duplo hat unseren verregneten Nachmittag gerettet …

Müdes Kind, todmüde Mama. Eine fatale Kombination. Aber irgendwie haben wir es geschafft, die letzten beiden Tage rumzubekommen und es ist Besserung in Sicht. Gestern Vormittag haben wir uns klammheimlich am Vormittag auf den Spielplatz geschlichen. Der ist um die Uhrzeit ausgestorben, also konnten wir ein bisschen Toben und zu Mittag endlich mal zwei Stunden am Stück schlafen (beide!). Und am Nachmittag gab es wieder Quarantäne mit Lego, Puppenküche und Co. Sogar die Waschmaschine haben wir gemeinsam eingeräumt. Was man nicht so alles tut, wenn sich sonst nichts tut … Ach – und ich gestehe: Es gab ausnahmsweise Eis als Nachspeise. Handliche Mini-Cornettos für arme kleine Mäuse …

Versprochen: Sobald Zeit ist (es Oona wieder besser geht und ich ein bisschen ausgeschlafen habe), gibt es dann auch ein Blogposting zu unseren neuen Lieblingsspielen. Aber pssst! Welche, das verrate ich nicht, sonst googelt ihr vorab. 😉

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