Wisst ihr was? Ich habe gerade Krokodilstränchen in den Augenwinkel gehabt. Nein, die Kinder hatten nichts damit zu tun. Auch nicht die Arbeit, Herr L. oder sonst etwas, das mir heute passiert ist. Ein Bekannter hat eben ein Video gepostet. Um genau zu sein DAS Abschlussvideo eines Feriencamps. Und verdammt noch mal, es hat mich an alle wundervollen Sommer erinnert, die ich dort erleben durfte …

Ferienhort am Wolfgangsee Betreuer

So sahen die supercoolen Mädels-Gruppenbetreuerinnen 2007 aus …

 

Für alle, die eine so persönliche Verbundenheit zu einem Feriencamp-Video seltsam finden, eine kurze Erklärung: Der Ferienhort am Wolfgangsee ist für mich nicht einfach irgendein Feriencamp oder Verein. Herr L. und ich haben schon als Kinder unsere Sommer im Ferienhort verbracht. Später haben wir das Stockbett im Schlafsaal der Schüler gegen eines in den Betreuerzimmern getauscht und wir beide haben dort Freunde für’s Leben gefunden. Danke A., falls du das hier liest <3

Auch danach haben wir bis heute jeden Sommer als Vereinsmitglieder in verschiedenen Arbeitskreisen mitgearbeitet. Der letzte Sommer, den wir in den letzten 25 Jahren (ach du Schande …) nicht wenigstens ein paar Tage im Ferienhort am Wolfgangsee verbracht haben, ist schon eine Weile her. Das war das Jahr unserer Hochzeitsreise, um genau zu sein: 2009. Und eben dieses Jahr.

Ich dachte, es wird mich nicht so sehr treffen. Das Leben verändert sich eben. Wir waren gerade selbst zwei Wochen mit den Kindern im Urlaub. Ausnahmsweise nicht am Wolfgangsee. Was soll’s, dachte ich. Und jetzt habe ich mir das Video angeschaut. Bis zur letzten Minute. Für alle, die noch nie da waren, ist es sicher nichts besonderes. Ein paar Kinder, die Spaß haben, Sport machen, am Lagerfeuer sitzen und herumblödeln. Aber der perfekte Sommer für alle, die schon einmal dabei waren. Eine Zeit, in der man an nichts denken muß, was einen sonst das ganze Jahr beschäftigt oder belastet. Kein Fernsehen, keine Tageszeitung, kaum Internet und keine Eltern. Dafür viel Natur, Spaß, Sport, Freunde und nur eine einzige Aufgabe: jeden Sommer zum Sommer deines Lebens machen! Klingt super-kitschig, aber genau das ist es. Der Ferienhort war (m)eine rezeptfreie Droge, die dich für ein paar Wochen vergessen lässt, was sonst so in der Welt läuft. Und das war das beste, was mir damals passieren konnte!

Achtung, Kitsch-Alarm! Mich hat das Video nämlich auch deshalb so gerührt, weil ich nun selbst Kinder habe. Und gerade weil ich mich so verbunden fühle, freue ich mich schon darauf, wenn sie den Ferienhort selbst miterleben dürfen. Ich werde vielleicht auch heulen, wenn ich sie zum ersten Mal zum Bahnhof bringe und der Zug in den Ferienhort abfährt. Aber es werden (hoffentlich nur) Freudentränchen sein, die mir im Augenwinkel hängen. Natürlich auch, weil ich dann mal für ein paar Wochen sturmfreie Bude habe. Aber das ist eine andere Geschichte … 😉

Falls sich jetzt jemand fragt, welches Video ich meine … <3

PS: Wer mal reinschnuppern will, der Ferheinhort hat ein tolles tagesaktuelles Camp-Tagebuch! Schaut mal rein! Ich trau mich gar nicht, sonst bekomm ich Ferienhort-Weh …

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