Ich habe bereits über meine täglich Morgenroutine geschrieben und erwähnt: Dankbarkeit ist ein wichtiger Teil davon. Dankbarkeit kann mehr Fülle in dein Leben bringen, denn du fokussierst dich dabei auf das, was in deinem Leben bereits Schönes vorhanden ist und nicht das, was fehlt.

Jeden Morgen mache ich meine Atemübung und Meditation. Jeden Morgen denke ich an Dinge für die ich unendlich dankbar bin. Diese positive Fülle macht mich glücklich und hält den ganzen Tag an. Ich sehe, was ich habe und nicht, was mir fehlt. Wenn wir genauer hinsehen, haben wir ziemlich viel. Mehr als wir denken, denn unser Gehirn lenkt uns automatisch zu dem was fehlt, wenn wir nicht gegensteuern. 

Wenn ich meine Dankbarkeit wie einen Muskel jeden Tag trainiere, bin ich plötzlich für so viel mehr dankbar. Ich kann dieses Gefühl reproduzieren wann immer ich möchte. Auch in negativen oder herausfordernden Situationen.

Dankbarkeit kann und sollte man üben!

Positives Denken und Dankbarkeit zu üben bedeutet nicht per se, dass man immer glücklich ist, denn das Leben ist eben nicht jede Minute Friede, Freude, Eierkuchen, oder dass einem nur in seinen Augen „Gutes“ passiert. Es bedeutet aber, dass man einerseits wirklich sieht und anerkennt, was man bereits hat und in Folge mit negativen Dingen im Leben anders umgeht. Außerdem: würden in unserem Leben nicht auf Dinge passieren, die uns vor Herausforderungen stellen, könnten wir die schönen Seiten gar nicht im gleichen Ausmaß erkennen und schätzen.

Deine Dankbarkeit ist positive Energie

Unsere Welt, unser Universum, besteht aus Energie und Schwingungen– positive wie negative bzw. Schwingungen auf höherer oder niedriger Frequenz. Wir senden Energien aus und wir empfange diese auch. Permanent. Umgesetzt auf unsere Gedanken bedeutet das, dass uns diese mit Energie aufladen, die wir auch aussenden. Klingt logisch? Ist es. Ganz abgesehen, davon, dass diese Energien auch meßbar sind, ist ganz klar erkennbar: wenn wir gerade wütend sind empfinden wir anders als wenn wir glücklich sind und schleudern Menschen, denen wir begegnen eine ganz andere Energie und Schwingungen entgegen. Du kennst den Spruch“ Wien man in den Wald hineinruft, so kommt es zurück.“ ganz bestimmt und ich wette, du kannst ihn aufgrund verschiedenster Situationen nachvollziehen… ein Grund, weshalb ich lieber freundlich in den Wald hineinrufe und selbst wenn ich aufgebracht bin, versuche höflich zu bleiben.

Dankbarkeit ist eine Geisteshaltung

Nun, das mit dem Wald funktioniert ganz gut …

… aber wie bringe ich mich nun dazu, mein Denken, um nicht mit jedem Rückschlag in dein Loch zu fallen, aus dem ich nur schwer herauskomme? Ich habe noch einen wahren Spruch, über den du vielleicht bereits gestolpert bist:“Deine Gedanken erschaffen deine Realität.“ Das bedeutet schlichtweg: dein Leben und deine Realität wird durch deine innere Geisteshaltung bestimmt. Du erschaffst dein Leben. Das bedeutet für mich nicht,, wenn zum Beispiel Kinder in widrige Umstände hineingeboren werden haben sie das selbst heraufbeschworen. Ich spreche von uns Erwachsenen, die wir in einer Wohlstandsgesellschaft leben, ein Dach über dem Kopf haben, Essen am Tisch und durch die Möglichkeiten unserer Gesellschaft die Wahl haben, etwas zu verändern und einen Schritt in die Richtung zu gehen, in die wir gehen wollen. WIR haben eine Wahl, wir dürfen und können das, sind aber oft mit dem Gedanken aufgewachsen, dass wir es nicht können oder dürfen und uns an der Gesellschaft oder an anderen zu orientieren haben.

Dankbarkeit war für mich der erste Schritt dahin, mein Inneres positiv auszurichten. Man könnte sagen, ich habe an mir selbst „Gehirnwäsche“ betrieben – allerdings im positivem Sinn. Ich habe aufgeräumt mit Gedanken und Einstellungen, die mir nicht geholfen haben und mich auch nicht vorwärts bringen und habe begonnen, dankbar zu sein. Für kleine Dinge und für größere. Für Situationen – positive wie negative. Für Menschen, ja vor allem für Menschen in meinem Leben.

„Muskeltraining“

Mit dem täglichen Wiederholen der Dankbarkeit habe ich mich selbst trainiert – vergleichbar mit Muskeltraining, dem Laufen oder dem Auswendig lernen des Einmaleins – bis es von selbst kam, ohne dass ich etwas dafür tun musste. Mein Denken hat sich verändert genauso wie meine Sicht auf die Dinge. Dinge passieren mir nicht mehr einfach sondern sie passieren für mich. Um mir etwas zu geben oder mir etwas aufzuzeigen, um mich etwas zu lehren oder um mich einfach vorwärts zu bringen.

Das wunderbare daran ist, dass man mit einer positiven inneren Einstellung so viel in Gang setzt. Die Welt reagiert darauf, wie du mit ihr umgehst und wie du dich in ihr bewegst. Sie resoniert mit dir und gibt dir Dinge und Menschen, die sich mit dir und deiner Einstellung matchen. Man nennt das Gesetz der Anziehung oder auch Resonanz. Du gibst, was du empfängst und umgekehrt. Ein Grund, weshalb es Menschen in zum Beispiel schwierigen familiären Situationen so schwer fällt oder es unmöglich scheint, diesen zu entkommen. Stell dir vor, du bist unter Müll begraben. So viel Müll, dass du Hilfe brauchst, dich auzugraben. Aber weil alle anderen auch im Müll feststecken, kann dir keiner wirklich helfen und du selbst hast nicht die notwendige Fertigkeit, es selbst zu tun. Plastiksackerl wegen allen um dich herum um die Augen, die Arme und Beine stecken fest und selbst wenn dein Blick wieder freier ist, haben die Menschen in deiner Umgebung trotzdem keinen klaren Blick und stecken weiterhin fest.

Wir dürfen uns also glücklich schätzen zu leben wo und wie wir leben – die meisten von uns. Und wer sich gerade nicht so glücklich fühlt und das hier liest, dem bringt es vielleicht einen Lichtblick. Dankbarkeit ist ein Anfang, manchmal ein kleiner, aber einer mit Potential.

Wie übe ich Dankbarkeit?

Ich habe mehrere Möglichkeiten gefunden, Dankbarkeit zu üben, die mich teils täglich auf meiner Reise begleiten. Ein paar davon möchte ich dir mitgeben:

1. Meditation für Dankbarkeit

Diese Möglichkeit ist wunderbar einfach umzusetzen, man braucht nichts dazu außer Dankbarkeit und ein paar ruhige Minuten. Ich meditiere täglich nach dem Aufstehen ca. 10 Minuten auf meiner Yogamatte. Für alle, denen das gerade unmöglich scheint (ich sage nur: Kinder), der kann es auch anders machen. Eine Freundin hat mir berichtet, sie übt Dankbarkeit jeden Morgen 3-5 Minuten, während sie noch mit ihrem Kind noch im Bett kuschelt. Eine andere Freundin hat diese Praxis einfach auf den Abend verschoben, bevor sie einschläft. Es ist prinzipiell auch völlig egal, in welcher Position du meditierst, Hauptsache, du hast es bequem.

Schließe die Augen und entspann dich. Denke nacheinander an (z.B.) drei Situationen, Geschehnisse, Menschen oder Dinge für die du dankbar bist. Das können kleine Dinge sein oder große – völlig egal. Wichtig ist, dass du vor deinem inneren Auge ein Bild dazu malst oder das Bild entstehen lässt, dich in die Situation hinein versetzt, dich hineinfühlst und das Gefühl, dass dabei entsteht festhältst und inhalierst.

2. Danke mit jedem Schritt

Morgens wenn ich aufstehe und zur Toilette und ins Bad wanke, sage ich mit jedem Schritt, den ich mache „Danke“ für viele verschiedene Dinge oder manchmal einfach nur so. Jedem Schritt folgt ein gedankliches „Danke“. Bis ich beim Wasserkocher bin um das heiße Wasser auf den Teebeutel zu gießen habe ich unzählige Male „Danke“ gesagt. Kling banal, hat aber eine große Wirkung, die noch lange anhält.

3. Journaling

Journaling ist nicht unbedingt Tagebuch schreiben. Ich gestehe, manchmal schreibe ich auch einfach nur, was mir durch den Kopf schießt, aber oft stelle ich mir vor dem Schreiben Fragen. Ganz simpel bedeutet das in Sachen Dankbarkeit, dass du aufschreibst, wofür du (heute) dankbar bist oder warst. Das ist nur eine von vielen Journaling-Fragen, die man sich stellen kann, aber eine, die ganz kurz in jeden Eintrag integrierbar ist.

4. Für Situationen „Danke“ sagen

Es ist etwas ganz Wunderbares passiert? Ich schicke gedanklich ein „Danke“ ins Universum (oder woran auch immer du glaubst). Wenn ich einen Menschen wiedertreffe, den ich schon lange nicht gesehen oder vermisst habe, wenn eine unerwartete Geld-Überweisung kommt, wenn ich spontan einen schönen Abend mit jemandem verbringen darf. Ich bedanke mich auch laut für Komplimente und bei der Kassiererin im Supermarkt, die mir heute geholfen hat, die Äpfel in meinen Korb zu sortieren, als sie sich an der Kasse verteilt haben.

5. Atemübung oder Atemmeditation mit Mantra

Eine ganz simple Atemübung ist das bewusste Ein- und Ausatmen. Einatmen durch die Nase, Ausatmen über den Mund. Egal wie lange – ich schlage zu Beginn eine Minute oder auch ca. 30 Wiederholungen vor. Diese Atemübung kann man leicht zu einer Atemmeditation machen und sie mit einem Mantra begleiten, wie zum Beispiel „Ich darf dankbar sein für die schönen Dinge in meinem Leben“ und sich selbst die Erlaubnis geben, Dankbarkeit auszudrücken. („Ich bin dankbar …“ geht natürlich auch oder welcher Wortlaut sich hier auch immer gut anfühlt und flüssig kommt – allerdings in der Gegenwart formuliert). Oft geben wir uns selbst unterbewusst nicht die Erlaubnis, so zu handeln oder sein, wie wir das gerne möchten und können mit diesem Mantra unserem Unterbewusstsein ein Zeichen geben loszulassen.

Psst – für mehr Atemübungen schicke ich dich übrigens gerne zu meinem Instagram Highlight „Atmen„. Ich liebe Atemarbeit – sie hat schon so unglaublich viel Gutes und Schönes in mein Leben gebracht, verbindet meinen Körper mit meinem Geist, hilft mir, Situationen aufzuarbeiten und gelassener zu bleiben.

Veränderungen herbeiführen

Eines ist mir am Ende noch wichtig: nichts verändert sich von heute auf Morgen. Und nichts verändert sich, wenn wir tun, was wir immer schon getan haben. Wir sind keine Roboter, die man programmieren kann. Unser Gehirn ist so überladen von allem was wir glauben tun zu müssen und sollen, dass wir uns selbst oft nicht mehr hören. Deshalb ist es so wichtig uns selbst zu vergeben, wenn etwas nicht sofort klappt (das gilt für alle Dinge!).

Wir bewegen uns im Kreislauf des Lebens immer zwischen Gegensätzen hin uns her. Es existiert immer Gutes und Schlechtes, Hochs und Tiefs. Manchmal sind wir dem einen näher, manchmal dem anderen. Es ist wie im Jahreskreislauf oder auch bei Aktienkursen: auf den Winter folgt ein Frühling, auf ein Aktientief meist wieder ein Aktienhoch, auf schöne Tage manchmal ein nicht so schöner. Im Leben ist es genau so und wir dürfen daran glauben, dass auf ein Tief ein Hoch folgen wird.

Wenn wir daran glauben, wird uns das Leben genauso wie der Geist aus der Wunderlampe sagen:“Dein Wunsch sei mein Befehl! Du bist dankbar für die schönen Tage? Ich gebe dir noch mehr davon!“

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