Premiere: ich war heute zum ersten mal am Kindersachenflohmarkt. Zum Verkaufen. Stolz bin ich. Ich habe nämlich kein einziges Stück neu dazugekauft. Noch eine Premiere also. Denn: ich versuche, unseren Kasten schlanker zu bekommen. Klamotten-Fasten könnte man fast sagen.

Letztes Jahr habe ich Frühjahrsputz in meinem Kasten gemacht. Weil wir aber bei zwei Mädels unglaublich viele Klamotten zusammenbekommen, aus denen sie rasant rauswachsen, war es auch hier definitiv mal Zeit zum Ausmisten.

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Hey! Man sieht noch hinten raus, oder?

Sonntag Früh um neun …

Kinder bei Oma verstaut. Auto bis oben hin vollgerammelt. Ab zum Flohmarkt. Herr L. hilft mir aufbauen. 25 Euro Standgebühr ist recht happig, finde ich. Praktisch ist dafür, dass der Tisch bereits mit zur Verfügung gestellt wird. Einen Tisch hätten wir sowieso nicht mehr ins Auto gebracht. Außerdem ist die Check-In Zeit ab 9:30 sehr familienfreundlich. Beide Daumen hoch, denn die gesamte Organisation ist einfach TOP! Es verläuft alles reibungslos da viele Mitarbeiter unterwegs sind und  Besucher wirklich erst um elf Uhr rein dürfen.

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Fast fertig aufgebaut …

Um 10:15 Uhr sind wir mit dem Aufbauen fertig. Kleiderstange voll hängen, Kisten mit Größen bekleben und noch mal Nachsortieren. Große Teile werden dekorativ aufgestellt, denn die sollen definitiv nicht mehr mit nach Hause kommen. Mein eigener Rundgang fällt kurz aus, ich kaufe nichts. Ich bemerke aber: vieles geht aber schon an andere Verkäufer über den Tisch, noch bevor offiziell eröffnet wird.

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VOR der Eröffnung … noch alles „fast leer“

Um elf Uhr rollen die Massen herein. Kein Scherz. Es sind wirklich wahrliche Menschenmassen, die sich in die engen Gänge werfen. Die besten Klamotten sind in der ersten Stunde weg. Mit einem weinenden Auge trenne ich mich von ein paar Lieblingsstücken und meinen ersten selbstgenähten Teilen.

Zu viel Zeug

Heutzutage haben die Kinder einfach viel zu viel Zeug. Und von allem immer nur das beste„, sagt eine Frau zu mir. Ich muss ihr teilweise recht geben. Wir hatten früher nicht so viel Spielzeug, glaube ich. Auch nicht so viele Klamotten. Meine Große hat tatsächlich fünf oder sechs Jacken für’s Frühjahr, von Regenzeug und Fleecewesten mal ganz abgesehen. Ich möchte dazu allerdings anmerken: nur eine einzige davon habe ich ihr selbst gekauft. Ich bringe es einfach nicht über’s Herz die anderen wegzugeben. Vorhin habe ich beim Ausmisten außerdem zehn Jeans gezählt und locker acht Winterpullover. Völlig unnötig, weil sie gerade keine Jeans tragen möchte und so viele Pullis braucht auch niemand. Gut, dass noch ein zweites Kind nachwächst und Bedarf hat. Oder vielleicht sollte ich eine Art Kinderklamotten-Verleih eröffnen? Eine „Kleiderei“. Mit monatlicher Leihgebühr. Eine Geschäftsidee. Yeah!

14:30 Uhr: halber Tisch ist leer (Juchu!)

Am Nebentisch höre ich meine Freundin:“Gibt es etwas davon, dass sie nicht wollen?“ Sie schiebt einer Frau gerade ihren letzten Haufen Gewand hin. 20 Euro für alles. Ein Schnäppchen. Und sie endlich total entspannt. Mission erfüllt. Tisch leer. Auch ich bin glücklich. Mehr als die Hälfte von meinem Zeug ist weg. Ich fülle am Ende noch einen großen Sack mit Kleiderspenden und nehme nur ein paar Sachen wieder mit nach Hause. Gefühlte hundert Kilo weniger Gepäck, aber trotzdem noch genug Zeug für den Wintersachen-Flohmarkt im Herbst.

Finaler Vorsatz: Klamotten-Fasten

Mein Vorsatz für die kommende Saison: NICHTS KAUFEN!!! Nur, was wirklich gebraucht wird. Unser Kasten ist immer noch sehr voll. Dem kleinen Fräulein passen erfreulicherweise die Shirts vom letzten Sommer noch. Die Kisten im Keller mit Größe 80 für das ganz kleine Fräulein sind ebenso randvoll. Und ich habe schon wunderschönen Stoff zum Vernähen gekauft. Es sollte also eigentlich gar kein Bedarf bestehen … Ich werde berichten, ob ich den Vorsatz halten kann.

Finale Erkenntnis:

Auch im Kleiderschrank gilt: weniger ist mehr. Für uns ist es allerdings ein steiniger Weg dahin.

Wenn ihr übrigens auch mal ein paar Sachen loswerden wollt, habe ich schon eine nette Liste an Flohmärkten zusammengestellt. Bei fast allen könnt ihr euch auch noch zum Verkaufen anmelden. Es zahlt sich auch aus, die Leserkommentare darunter zu lesen 😉 Viel Spass beim Klamotten-Fasten!

 

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