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Kürzlich in der H&M Mädchenabteilung ::: Mein Alptraum in Rosa

FamilienLeben 6. Mai 2014

Nicht, dass ihr mich falsch versteht. Ich mag Mädchensachen. Ich trage zwar selbst aus Bequemlichkeit eher selten Kleider, aber das heißt nicht, dass ich sie nicht mag. Meine Abend- und Ballkleider sind zum Beispiel meine Schätze. Auch gegen Rosa habe ich nichts einzuwenden. Aber eben nicht ausschließlich und nicht immer nur mit Rüschen, Glitzer und kleinen Kätzchen bitte!

Die magische Grenze zwischen Rosa und Blau

stadtmama_BubenMaedchenFakt ist: wenn ich dann durch so manche Mädchenabteilung flaniere, schlägt es mich in die Flucht. Über die imaginäre magische Grenze in die Bubenabteilung in ein Paradies von Farben: Blau UND Grün nämlich, mit Tupfern von Gelb, Weiß und Schwarz. „Hast du ein Glück, dass du ein Mädchen hast. Für Mädchen gibt es viel süßere Sachen zu kaufen.“ Oh ja, das ist furchtbar oberflächlich, aber ich habe das schon unglaublich oft gehört. Und bei meinem letzten Besuch bei H&M musste ich wieder einmal daran denken. Denn ja, das mag stimmen. Rüschen sind süß und für Mädchen gibt es tolle Kleidchen. Ich gebe aber zu bedenken: „Süß“ ist ein dehnbarer Begriff und Definitionssache. Und will man als Mutter wirklich, dass das Kind am Spielplatz süß und gestylt aussieht. Oder vielleicht doch eher praktisch und bequem …?

Weil Kinder Fantasie haben …

Letzte Woche bei H&M war es dann bei mir mal wieder so weit. Ich habe aktuell wenig Zeit, mit oder für Oona „shoppen“ zu gehen. Deshalb habe ich eine halbe Stunde „Loch“ genutzt, schnell ohne sie in den nächsten H&M zu schlüpfen und nach praktischen Stoffschuhen für den Spielplatz zu suchen. Ohne Rüschen, ohne Glitzer und ohne Kätzchen. Wohl wissend um die kitschige Sortierung der H&M Mädchenabteilung bin zuerst zu den Burschen und hatte nach drei Schritten die perfekten Schuhe gefunden: mit Dinosauriern drauf. Trotz allem konnte ich den obligatorischen Schwenker in die Mädchenabteilung natürlich wieder einmal nicht lassen und verließ diese einmal mehr im Rosa-Schockzustand: Stoffschüchen in Rosa, Leopardenprint oder zumindest Weiß mit Hello Kitty gegenüber weißen und rosa Ballerina. Alles farblich und für den Spielplatz unglaublich praktisch (ja, ironisch gemeint!) und irgendwie eintönig. Und vor allem nicht wirklich der Geschmack der Zweijährigen, die ich kenne. Denn die stehen auf Tiere oder zumindest Monster in verschiedensten Variationen und andere Motive, die ihre Fantasie anregen.

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Zuckerlrosa vs. bunte Tiermotive

Und dann ging mir ein weiteres Zitat durch den Kopf: „So lange sie so klein sind, kann man ihnen noch anziehen, was einem selbst gefällt. Da können sie sich nicht wehren…“ Und irgendwie sehe ich dann kurz vor der Kassa tatsächlich Mütter mit zuckerlrosa Kindern im Wagerl an mir vorbeitrotten. Von oben bis unten durchgestylt in feinster rosaroter H&M Mädchenmanier.

Und ich denke mir: „Hach ja, die kennen mein Kind nicht…“ Wenn dem Fräulein Tochter nämlich das T-Shirt mit den Eulen in der Früh nicht gefällt, dann landet es neben dem Kasten. Großes Tamtam um das passende Ersatzshirt inklusive. Und sofern Mama dann nicht das passende Shirt mit dem Elefanten drauf findet oder wenigstens das mit den Fischen, dann ist alles vorbei und wir müssen im Pyjama in den Kindergarten gehen. Zugegeben, das konnte ich bislang abwenden… Das wichtigste ist aber: SIE möchte meistens gerne aussuchen und SIE mag zwar auch Kleider, aber genauso gerne Hosen und T-Shirts. Am liebsten bunt und am allerliebsten, wenn lustige Motive drauf sind. Zum Beispiel stand das einfache pinke Giraffenshirt vom Bipa Babyclub bei ihr ganz lange hoch im Kurs – aktuell noch immer als Pyjamaoberteil. Weil Giraffen halt einfach cool sind … im Gegensatz zu Rüschchen.

PS: Gott sei Dank gibt es viele kleinere Läden aber auch Modeketten, die gegen diesen Trend einfach bunte und kreative Sachen für Kinder entwerfen … 😉 Einige davon kennt ihr sicher… Wir lieben zum Beispiel Klamotten und andere Sachen von Herzilein, Daantje, Pagabei, Monsoon, Marks & Spencer, Jako-o, Dotkind.at  oder Boden … Weil Kleider nicht immer Rosa und unpraktisch und Hosen nicht prinzipiell Blau sein müssen … 😉

 

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Stoffsünden ::: Mama im Kaufrausch

DIY, Nähen 30. Januar 2014

Hach! Ja, ich habe es getan. Endlich bin ich einmal zu Lieblingsstücke gefahren und habe „gewühlt“. Dummerweise ist gerade auch noch Abverkauf – mein Untergang. Ich bin allerdings stolz auf mich: ich habe es sogar geschafft, den tollen Nikistoff für einen Kuschelschal wieder zurückzulegen…*räusper*… nachdem ich an den Stoffrestekörberln vorbei bin und mich gefragt habe, ob ich genug Bargeld eingesteckt habe…

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Endlich am „Stoff“-Ziel

Ich suche schon ewig nach tollen Stoffen, wie sie zum Beispiel Herzilein oder verschiedene Labels bei Daantje für ihre Sachen verwenden. Komolka hat zwar eine ganz passable Auswahl, aber eben nicht genau das, was ich suche. Und Müller taugt für meine Projekte nicht wirklich (auch wenn ich dort schon günstige und hübsche Stoffe für Polsterüberzüge, Tischdecken & Co gekauft habe). In Deutschland bestellen, wo es ja mehrere entsprechende Anbieter gibt, wäre zwar eine Alternative, aber letztlich ist der Versand recht teuer. Vor zwei Wochen kam dann DER Tipp: Lieblingsstücke auf der Prager Straße. Kennen sicher einige von euch, aber ich eben noch nicht. Und: Whow! Genau, was ich gesucht habe. Ich hab mal stundenlang online „gustiert“ und dann entschieden, ich brauche zuerst eine Liste meiner Projekte. Denn queerbeetein suchen ist zwar schön aber da ist kein Ende in Sicht.

Frühlingsprojekte

Hier also meine nächsten Projekte:

  • Wandutensilio für Oonas neues Zimmer
  • Kuscheliger Loop-Schal für Oona und für mich
  • Beanie für Oona (ich hätte auch gerne einen 😉 )
  • neuer Badezimmerteppich
  • neuer Klovorleger
  • Eine Sommertunika für Oona
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Oberseite unseres neuen Badezimmerteppichs

Und letztlich wurde es doch konfus …

Für den Badezimmerteppich und den Loop bin ich noch recht gezielt vorgegangen, da ich die Maße hatte und wusste, welchen Stoff ich möchte. Etwas konfuser war es dann beim Rest. „Gefällt mir und könnte passen“ – rein in den Korb. Und danach noch einmal aussortieren. Hin- und Herlaufen im Geschäft. Gott sei Dank ist es nicht so groß. Zwischendurch hat Oona noch Stoffe (und anderes Zeugs) angeschleppt. Ähm, ja. Ich habe natürlich alles wieder an seinen Platz gelegt. Der Dino-Stoff hat es ihr dann aber angetan. Nicht so meins, aber sie wollte ihn unbedingt. Wird vermutlich ein hübscher Loop-Schal.

Und der Rest? Ja, da findet sich schon etwas. Ich brauche für Oonas Utensilio Stoff für die Fächer. Für den Rückenteil kaufe ich Vorhangstoff bei IKEA – der scheint mir dafür perfekt. Und so wird es wenigstens schön bunt. Und Mama hat sich auch schon für einen Schal angemeldet. Mal sehen, ob wir dann im Partnerlook gehen (uns gefallen beiden die bunten Vögel auf schwarzem Hintergrund am besten). Und mal sehen, wann ich das alles machen werde … 😉 Ich hab ja auch noch ein oder zwei Jobs …

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Mutterstolz

Am Abend war ich ganz stolz das Fräulein Tochter. Sie war SO brav gestern Nachmittag. Bei der Hinfahrt gejausnet, im Stoffgeschäft nur ein bisschen Zeugs rumgeschleppt und überall herumgekrabbelt, aber kein Theater, weil ihr langweilig ist. Als wir beim Zuschneiden warten mussten, haben wir gemeinsam inspiziert, welche Tiere wir auf den Stoffen in Augenhöhe alle finden können. Am Nachhauseweg war sie dann sehr abgelenkt, weil die Bim schon recht voll wurde. Dafür gab es dann noch im Dunkeln einen – eigentlich mamaunfreiwilligen – Abstecher zum Spielplatz. Mir wurde ein bisschen eisig, aber Oona fand es toll. Was Kinder bei Minusgraden an Sandkisten finden wird mir auf ewig ein Rätsel bleiben. Sogar der Sand war gefroren …

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Einen Schal für die Mama, einen für die Oma, …

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