Durchsuche Stichwort

Kinderbekleidung

Upcycling ::: Sommerhose aus Opas Hemdärmeln

DIY, Nähen 29. Juli 2014

Was so alles weitergehen kann, wenn mal nicht beide Kinder an meinem Rockzipfel hängen … Gestern hat Herr L. am Abend einen kleinen Schwimmausflug zum Mühlwasser gemacht. Mit dem kleinen Fräulein. Und während das ganz kleine Fräulein ein Schläfchen gemacht hat, habe ich nach einer Ewigkeit mal wieder etwas an der Nähmaschine gezaubert: eine tolle Upcycling-Sommerhose aus Opas alten Hemdärmel.

SONY DSCWas für ein tolles Gefühl, mal wieder etwas zu (er)schaffen. In letzter Zeit blieb leider wenig Zeit für solche Projekte über. Aber diese Hose gehen wirklich flott von der Hand, selbst mit meinem Chaos-Näh-System. Die Idee für diese tolle Upcycling-Hose habe ich übrigens von Stammbäumchen. Und weil ich gerne aus alten Dingen Neues mache, wird es wohl noch einige Hemdärmel-Hosen geben. Ich habe sie Oona ca. in Größe 92/98 genäht. Das wird vermutlich die letzte Größe sein, für die ein Hemdärmel in der Länge für eine lange Hose ausreicht …

How to Hemdärmel …

  • Ich habe die Länge und Bundweite einer Hose hergenommen, die dem kleinen Fräulein aktuell gut passt und bei der Länge etwas dazugegeben, damit ich die Hose unten umschlagen kann. Bei ihrer Größe war das eigentlich der gesamte Ärmel.
  • Abgeschnittene Ärmel aneinander legen, dass es schon wie eine Hose aussieht und den Stoff überlappen lassen. Markieren, wo die Vorder- und Po-Naht sein sollte, schneiden und stecken. Der Bund sollte auf jeden Fall noch deutlich weiter bleiben als er dann mit Gummi zusammengezogen wird.

SONY DSC

  • Die beiden Ärmel zusammennähen.
  • Für das Bündchen habe ich ein extra Bündchen mit eingezogenem Gummi genäht. Also zuerst Bündchen je nach Gummibreite und Hosenbreite nähen (ich habe seinen halben Zentimeter extra genommen, um es gut an die Hose annähen zu können) und dann das Bündchen an die Hose heften und annähen.

SONY DSC

  • Gummi einziehen, auf die gewünschte Länge anpassen und die Enden zusammen nähen. Ich habe das letzte Loch im Bündchen mit der Hand vernäht, weil ich finde, dass es schöner wird. Ansonsten einfach mit der Maschine noch einmal drüber nähen und fertig ist die Hose …SONY DSC

Sie wächst übrigens mit, denn die Manschetten kann man natürlich umschlagen oder eben auch nicht.

SONY DSC

Check:

Wer es gleichmäßiger haben will als hier bei meinem Prototyp, der sollte darauf Achten, dass die Ärmel gleichmäßig zusammengefaltet sind und die Ärmelnähte am Po symmetrisch sind.

 

 

4 Kommentare

Stadtmama MADE it ::: Baby Pumphose

DIY, Nähen 12. Mai 2014

Und wieder eine Stadtmama Nähpremiere: Ich habe mich an meinem ersten tatsächlichen Kleidungsstück probiert, das nicht nur aus geraden Nähten besteht: Eine Baby Pumphose für unser ganz kleines Fräulein. Und ich muss gestehen: Es war einfacher, als ich dachte.

Obwohl: Ohne Hindernisse und Zwischenfälle ist es natürlich nicht abgelaufen. Aber das Ergebniss lässt sich halbwegs sehen, falls die Hose dann auch tatsächlich passt …

SONY DSC

Den Schnitt in Grösse 56/62 für diese Hose habe ich mir übrigens zum Probieren kostenlos von Lybstes heruntergeladen. Ich muss allerdings dazusagen, dass ich aufgrund meiner Unkenntnisse im Umgang mit Schnitten versehentlich den Hosenteil doppelt so groß gemacht und am Ende dann einfach die Seiten abgeschnitten und noch einmal zusammengenäht habe. Kann sein, dass es optisch nun ein wenig anders aussieht als es sollte (also auf den Bildern von Lybstes). Außerdem hab ich mit dem Jerseystich meiner Nähmaschine (laut Anleitung) genäht und nicht mit Zick Zack. Zum Testen meiner Nähkünste habe ich das ganze auch gleich zum Upcycling-Projekt erhoben und ein altes Shirt aus meinem Kasten „geopfert“.

Empfehlung zur Anpassung

Für das Bauchbündchen habe ich mehr als die für normalen Jerseystoff empfohlenen zwei Zentimeter extra dazugenommen. Ich habe dazu eine Hose in Größe 62 vermessen und einfach die entsprechende Bündchenbreite verwendet. Damit ändern sich natürlich auch die am Schnitt gekennzeichneten „Knipse“.

Ansonsten bin ich mit dem Schnitt und der Erklärung dazu online sehr zufrieden. So eine Hose ist definitiv auch für Anfänger geeignet, wenn man wenigstens schon mal mit Jersey gearbeitet hat. Ich bin schon gespannt, ob die Hose dem kleinen Fräulein dann auch wirklich passen wird. Mal sehen, ob ich ihn dann auch für Oonas Größe verwenden werde.

2 Kommentare

Kürzlich in der H&M Mädchenabteilung ::: Mein Alptraum in Rosa

FamilienLeben 6. Mai 2014

Nicht, dass ihr mich falsch versteht. Ich mag Mädchensachen. Ich trage zwar selbst aus Bequemlichkeit eher selten Kleider, aber das heißt nicht, dass ich sie nicht mag. Meine Abend- und Ballkleider sind zum Beispiel meine Schätze. Auch gegen Rosa habe ich nichts einzuwenden. Aber eben nicht ausschließlich und nicht immer nur mit Rüschen, Glitzer und kleinen Kätzchen bitte!

Die magische Grenze zwischen Rosa und Blau

stadtmama_BubenMaedchenFakt ist: wenn ich dann durch so manche Mädchenabteilung flaniere, schlägt es mich in die Flucht. Über die imaginäre magische Grenze in die Bubenabteilung in ein Paradies von Farben: Blau UND Grün nämlich, mit Tupfern von Gelb, Weiß und Schwarz. „Hast du ein Glück, dass du ein Mädchen hast. Für Mädchen gibt es viel süßere Sachen zu kaufen.“ Oh ja, das ist furchtbar oberflächlich, aber ich habe das schon unglaublich oft gehört. Und bei meinem letzten Besuch bei H&M musste ich wieder einmal daran denken. Denn ja, das mag stimmen. Rüschen sind süß und für Mädchen gibt es tolle Kleidchen. Ich gebe aber zu bedenken: „Süß“ ist ein dehnbarer Begriff und Definitionssache. Und will man als Mutter wirklich, dass das Kind am Spielplatz süß und gestylt aussieht. Oder vielleicht doch eher praktisch und bequem …?

Weil Kinder Fantasie haben …

Letzte Woche bei H&M war es dann bei mir mal wieder so weit. Ich habe aktuell wenig Zeit, mit oder für Oona „shoppen“ zu gehen. Deshalb habe ich eine halbe Stunde „Loch“ genutzt, schnell ohne sie in den nächsten H&M zu schlüpfen und nach praktischen Stoffschuhen für den Spielplatz zu suchen. Ohne Rüschen, ohne Glitzer und ohne Kätzchen. Wohl wissend um die kitschige Sortierung der H&M Mädchenabteilung bin zuerst zu den Burschen und hatte nach drei Schritten die perfekten Schuhe gefunden: mit Dinosauriern drauf. Trotz allem konnte ich den obligatorischen Schwenker in die Mädchenabteilung natürlich wieder einmal nicht lassen und verließ diese einmal mehr im Rosa-Schockzustand: Stoffschüchen in Rosa, Leopardenprint oder zumindest Weiß mit Hello Kitty gegenüber weißen und rosa Ballerina. Alles farblich und für den Spielplatz unglaublich praktisch (ja, ironisch gemeint!) und irgendwie eintönig. Und vor allem nicht wirklich der Geschmack der Zweijährigen, die ich kenne. Denn die stehen auf Tiere oder zumindest Monster in verschiedensten Variationen und andere Motive, die ihre Fantasie anregen.

SONY DSC

Zuckerlrosa vs. bunte Tiermotive

Und dann ging mir ein weiteres Zitat durch den Kopf: „So lange sie so klein sind, kann man ihnen noch anziehen, was einem selbst gefällt. Da können sie sich nicht wehren…“ Und irgendwie sehe ich dann kurz vor der Kassa tatsächlich Mütter mit zuckerlrosa Kindern im Wagerl an mir vorbeitrotten. Von oben bis unten durchgestylt in feinster rosaroter H&M Mädchenmanier.

Und ich denke mir: „Hach ja, die kennen mein Kind nicht…“ Wenn dem Fräulein Tochter nämlich das T-Shirt mit den Eulen in der Früh nicht gefällt, dann landet es neben dem Kasten. Großes Tamtam um das passende Ersatzshirt inklusive. Und sofern Mama dann nicht das passende Shirt mit dem Elefanten drauf findet oder wenigstens das mit den Fischen, dann ist alles vorbei und wir müssen im Pyjama in den Kindergarten gehen. Zugegeben, das konnte ich bislang abwenden… Das wichtigste ist aber: SIE möchte meistens gerne aussuchen und SIE mag zwar auch Kleider, aber genauso gerne Hosen und T-Shirts. Am liebsten bunt und am allerliebsten, wenn lustige Motive drauf sind. Zum Beispiel stand das einfache pinke Giraffenshirt vom Bipa Babyclub bei ihr ganz lange hoch im Kurs – aktuell noch immer als Pyjamaoberteil. Weil Giraffen halt einfach cool sind … im Gegensatz zu Rüschchen.

PS: Gott sei Dank gibt es viele kleinere Läden aber auch Modeketten, die gegen diesen Trend einfach bunte und kreative Sachen für Kinder entwerfen … 😉 Einige davon kennt ihr sicher… Wir lieben zum Beispiel Klamotten und andere Sachen von Herzilein, Daantje, Pagabei, Monsoon, Marks & Spencer, Jako-o, Dotkind.at  oder Boden … Weil Kleider nicht immer Rosa und unpraktisch und Hosen nicht prinzipiell Blau sein müssen … 😉

 

12 Kommentare

Lass uns in Kontakt bleiben!

Hast du Lust auf regelmäßige Infos, Lese-Tipps und kostenlose Downloads direkt in dein Postfach? Dann schließe dich über 1.000 AbonnentInnen an und hol dir deine Freebies direkt ins Postfach!



Hier eintragen!